[Porträt von Markus Seyock, Geschäftsführer der Seyock Elektro-Haustechnik GmbH.]
Markus Seyock
Eine Stadt, die noch Läden hat wie die Seyock Elektro-Haustechnik GmbH, kann sich glücklich schätzen. In einer Zeit, in der die Innenstädte einander immer ähnlicher werden, freuen sich Kunden über inhabergeführte Betriebe – Firmen mit Gesicht sozusagen.
Und dann auch noch mitten in der Fußgängerzone! Bequemer kann man es kaum haben. Hier findet man eine erfrischende Oase und keine Filiale der vielfach zitierten Service-Wüste Deutschland.
Junge und alte Kunden: Zufrieden sind sie alle
Erstklassiger Service ist für Markus Seyock selbstverständlich. Der gelernte Einzelhandelskaufmann strahlt aus, dass er nicht in erster Linie von seinem Unternehmen, sondern dafür lebt. Das klingt so: „Wir leben die Firma“. Seine Begeisterung hat anscheinend nicht nachgelassen, seit er 1984 in das Geschäft „eingestiegen“ ist. „Kunden zu beraten, Service zu bieten, das ist unsere Mission – auch ganz spontan einmal am Samstagabend.“
Kein Wunder, dass die von Vater Hermann 1962 als Elektro-Installationsbetrieb gegründete Firma allen Elektro-Großmärkten zum Trotz so viele zufriedene Kunden und ihren Aktionsradius stark erweitert hat. Das erste Ladenlokal eröffnete Hermann Seyock 1964. Ein Vierteljahrhundert später zog es ihn in die Große Weilstraße 12.
Markus Seyocks Frau Kerstin erklärt: „Unsere Kunden sind übrigens keineswegs nur ältere Menschen, wie man vielleicht meinen könnte. Wir beobachten, dass zunehmend auch jüngere Leute zu uns kommen, die sich bei ihrer ersten Einrichtung nur das Allergünstigste leisten konnten und das nun durch etwas Hochwertigeres ersetzen – und sehr gerne auch unseren Service in Anspruch nehmen.“ Und die mittelalte Besucherin vom „Frühaufsteher“, die sich für Kaffeemaschinen interessiert – an ihrer eigenen nagt der Zahn der Zeit – erfährt, dass es vom trendigen Kaffee-Vollautomaten bis zur „ganz normalen“ Kaffeemaschine für jeden das passende Modell gibt.
Über die Stadtgrenzen hinaus
Bunt gemischt wie das Alter sind auch die Wohnorte der Kunden. Nicht nur die Hattinger freuen sich über den ebenso freundlichen wie zuverlässigen Kundendienst. Man kann es sich ja auch gut vorstellen – schließlich lockt unsere Stadt zahlreiche Gäste an. Beim Bummel durch City und Altstadt stellen sie fest, dass es hier noch ein Elektrofachgeschäft gibt, in dem sie als Kunden wirklich wahrgenommen werden. Inzwischen kommen sie nicht nur aus Hattingen und Sprockhövel. Auch in Essen, Bochum, Velbert, Witten und Wuppertal zählt der Seyocksche Einsatz.
Freundlich und familiär
Das Geschäft führen „Gründungsvater“ Hermann und Markus Seyock gemeinsam. Neben Kerstin Seyock leisten sieben weitere Mitarbeiter in dem heute noch familiär geführten Betrieb gerne Dienst am Kunden. Schul- und Jahrespraktikanten ergänzen regelmäßig das Team.
Klar, dass der Hund des Hauses, ein Labrador namens Rufus, auch eine verantwortungsvolle Aufgabe hat, wenn er gerade im Laden vorbeischaut: Er heißt mit seiner netten Art Besucher herzlich willkommen und leitet sie weiter an die Fachleute.
„Immer besser“: Mieles Philosophie gilt auch für Seyock
Seit 1995 ist Firma Seyock autorisierter Kundendienst-Partner. Wer Miele im Internet besucht, findet den Slogan „Immer besser“. Die Traditionsmarke Miele und Firma Seyock sind perfekte Partner in Sachen Service und Qualität. Hochwertige, langlebige und durchdachte Produkte – dafür steht Miele, und dafür stehen auch Kerstin und Markus gemeinsam mit Hermann Seyock, der auch heute noch zum Erfolg des Familienbetriebs beiträgt und niemals einen geringeren Anspruch hatte.
Freundlicher Service für fast alle Fabrikate …
Autorisiert ist Elektro Seyock neben Miele auch für Siemens, Bosch, Constructa, Liebherr und Neff. Wer Hilfe braucht und ein anderes Fabrikat zu Hause hat, muss auf den hervorragenden Seyock-Service nicht verzichten: Hier sind alle Geräte in guten Händen.
Miele ist allerdings ein besonders wichtiger Partner. Als 2009 das Ladenlokal renoviert und neu gestaltet wurde, hat ein Ladenbauteam des Herstellers mit dafür gesorgt, dass die Räume hell und übersichtlich wurden. Freundlich informiert hat man bei Seyock die Kunden schon immer – und das sieht man nun auf den ersten Blick.
Auf 100 Quadratmetern findet man, wie Kerstin Seyock sagt, „alles, was einen Stecker hat“ – ob es ums Waschen und Trocknen, Spülen, Kühlen und Gefrieren, Kochen mit Gas oder Strom, Staubsauger oder Kleingeräte geht. Und wem das noch nicht reicht, der findet im Miele-Beratungszentrum, mit dem die Firma Seyock seit Jahrzehnten eng zusammenarbeitet, in Bochum-Wattenscheid alle Geräte, die in Hattingen nicht dabei sind.
… und alles, was dazugehört: Dienst am Kunden aus einer Hand – vor Ort
Doch zum Einsatz kommen alle Geräte natürlich zu Hause beim Kunden. Und da werden sie auch projektiert. Ob Geräte auszutauschen sind oder eine Küche einzubauen oder zu modernisieren ist, das lässt sich vor Ort am besten besprechen. Es geht schließlich um mehr als „nur“ das Gerät: Arbeitsplatten, Einbauspülen, Schrankumbauten – bei Seyock gibt es alles aus einer Hand. Gut für die Kunden, denn mit einem Ansprechpartner plant es sich besser. Für eine Geräteüberprüfung gibt es Festpreise, für Reparaturen verbindliche Kostenvoranschläge. Lieferung, Einbau, Anschluss und Entsorgung des Altgerätes sind hier selbstverständlich kostenlos.
Elektronik für die Diagnose
Damit auch weiterhin alles so gut klappt wie bisher, qualifizieren sich die Mitarbeiter durch regelmäßige Schulungen. Und bei der Fehlersuche und -diagnose ist längst ein Notebook dabei. Auch Traditionsunternehmen müssen schließlich zukunftsfähig sein.
Überzeugungstäter Seyock
Beratung, Service und faire Produkte – darauf kann man sich seit Firmengründung bei Seyock verlassen. Kerstin und Markus Seyock konzentrieren sich auf Hersteller und Geräte, von denen sie selbst absolut überzeugt sind. Staubsauger gibt es in ihrem Geschäft daher ausschließlich von Miele.
Und da gibt ihnen der fast fünfzigjährige Unternehmenserfolg Recht.
pgs
Kontakt
Hier ist der Dienst am Kunden zu Hause: Seyock Elektro und Haustechnik, Große Weilstraße 12, 45525 Hattingen, Telefon 02324/21387, Telefax 02324/23275. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr, Samstag von 9.30 bis 16 Uhr.
Miele-Beratungszentrum in Bochum-Wattenscheid, Burgstraße 15–19.
Für virtuelle Besuche: www.elektroseyock.de und
info@elektroseyock.de.
Das Landgasthaus Huxel im Felderbachtal
„Wenn ich will, dann wackelt hier die Wand“, sagt Werner Westphal.
Wir stehen vor einer holzvertäfelten Wand voll mit Uhren – antik oder einfach eigentümlich, in allen Größen und Formen, und noch schlummern sie friedlich vor sich hin. Doch dann erweckt sie der Gastronom mit der Sammelleidenschaft zum Leben und lässt tatsächlich die Wand wackeln. U(h)rgemütlich ist das.
Hilde und Werner Westphal leiten seit 37 Jahren das sicherlich außergewöhnlichste Restaurant unserer Region. Von außen ein beinahe unscheinbares Fachwerkhaus, idyllisch gelegen im schönen Felderbachtal, innen ein Museum für mechanische Musikinstrumente und antike sowie kuriose Uhren. „Ein Sammelsurium aus vergangener Zeit“ nennt es Westphal. Dazu gehören selbstspielende Klaviere, zum Teil riesige Drehorgeln, Grammophone mit großen Trichtern, Musikgeräte, die mit Blechplatten oder Walzen spielen – Zeitmaschinen. „Ich würde sogar Eintritt bezahlen, um hier zu essen“, stand in Marcellino’s Restaurantführer. Und mit 14 Punkten im „Gault Millau“, dem gefürchteten internationalen Restaurant-Kritiker, liegt das Gasthaus an einer Spitzenposition in Deutschland. (Die Maximalzahl von 20 Punkten wurde bislang im deutschsprachigen Raum noch nie vergeben.) „Die Küche verspricht eben nicht nur Gutes, sie liefert es auch“, verweist Westphal nicht ohne Stolz auf sein „Dinner for Two“ oder auf die „Sternzeichen-Menüs“, die Geburtstagskinder zum halben Preis genießen können. Vor allem Fans frischer und ausgefeilter Fischgerichte kommen auf ihre Kosten, ein großer Forellenteich befindet sich übrigens direkt hinter dem Haus. Viele prominenete Gourmets nehmen gerne teils lange Anreisen in Kauf, um sich an der Felderbachstraße 9 in Hattingen so richtig verwöhnen zu lassen. Erst kürzlich war der Kapitän der MS Europa aus Hamburg zu Gast. Er wollte sich erst „das kleine Weltkulturerbe“ anschauen, bevor es am nächsten Tag zur Zeche Zollverein ging. Der Mann hat Stil.
sk
Ganz privat
Lieblingsmusik: Beethoven
Lieblingsfarbe: weiß
Lieblingsessen: Gulasch
Hobbys: Schach spielen
schönster Urlaub: Florida
beste Eigenschaften: zuverlässig
Frank Zillmann schreibt Gedichte zur „Selbstbewältigung“ – und ist damit bei Wettbewerben erfolgreich
„Selbstbewältigung“ nennt Frank Zillmann das Verfassen von Gedichten, das er dazu nutzte, sich über Gefühle klar zu werden, oder sie zu verarbeiten.
Auslöser war im Jahre 1995 eine unerfüllte große Liebe: „Da habe ich ein Ventil benötigt und einfach mit dem Schreiben losgelegt“, erinnert sich der 30-Jährige. Nun ist er mit einem seiner kleinen Gedichtwerke sogar beim Wettbewerb der „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte“ erfolgreich gewesen. Bei über 1.000 Teilnehmern schaffte er den Sprung in die Anthologie „Ausgewählte Werke XIII“, außerdem wurde sein Gedicht „Ich tanzte“ professionell vertont.
Bei der Stadt Bochum ist Frank Zillmann beschäftigt, im Zins- und Schuldenmanagement hat er, gerade in einer finanziell nicht auf Rosen gebetteten Stadt, viel Verantwortung zu tragen und viel zu tun. Doch wenn sein Arbeitstag beendet ist, widmet er sich auch gern den Dingen, die die zwischenmenschlichen Gefühle betreffen. Und das alles, „Von Liebe, Melancholie, Depression und Glück“, wie er auch ein eigens für ihn aus seinen ursprünglichen in einer „Lose-Blatt“-Sammlung erstellten Werken produziertes Buch genannt hat, fasste er von 1995, damals mit gerade 15 Jahren, bis zum Jahre 2005 in Versen zusammen. „Am Anfang waren meine Texte noch viel blumiger, je mehr ich mich entwickelt habe, desto treffender und prägnanter wurden sie“, sagt Zillmann. Eines haben jedoch alle Gedichte gemeinsam: „Das Verarbeiten der Gefühle hat damit immer gut geklappt.“
Vor rund fünf Jahren versiegte dann zwar Motivation und Notwendigkeit, sich in dieser Form auszudrücken – nicht zuletzt durch eine diesmal erfüllte Liebe –, doch immer wieder einmal sendet er Gedichte zu Wettbewerben ein, und sammelte aktuell nicht zum ersten Mal Anerkennung: „Ein Grund, wieder mit dem Schreiben anzufangen, ist das aber nicht. Wenn ich das Bedürfnis wieder einmal habe, werde ich es sicher machen. Aber das muss von selber kommen.“
Und so widmet er sich zur Zeit eher nicht so sehr dem Gedichte schreiben, sondern in erster Linie seiner Familie – Ehefrau Silvia und den beiden Kindern Jonas (knapp drei Jahre jung) und Florian, der bald seinen ersten Geburtstag feiert. Außerdem trainiert der Braungürtel-Träger seit 13 Jahren Kinder in Sachen Karate, ganz aktuell wird am eigenen kleinen Häuschen fleißig renoviert und angebaut. „Familie, Arbeit und Sport fordern mich schon genug“, bilanziert Zillmann, der von seiner poetischen Vergangenheit (und Gegenwart) nur seiner engsten Arbeitskollegin erzählt hat. Sie wird es dann auch wohl sein, die neben Ehefrau Silvia neue Werke von Frank Zillmann, sollten sie denn in Zukunft entstehen, als Erste lesen darf.
greis
Das erfolgreiche Gedicht
„Ich tanzte“
ich tanzte
auf schmierfilm-pfützen
herbstlich kalt schimmerte
der regenbogen unter mir
ich hob nur kurz ab
um mit dir zu schweben
ein kurzer ausflug
in ein wenig glück
ohne boden unter den füßen
noch eine tüte milch holen
eben ein paar eier kaufen
ich bin seitdem
nicht mehr gelandet
Neuer Wettbewerb
Preise im Wert von 7.000 Euro
Die „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte“ lädt zum 14. Mal zur Teilnahme an ihrem Poesie-Wettstreit ein. Ambitionierte Hobby-Autoren sind aufgerufen, bis zum 30. April ein Gedicht zu einem Thema der eigenen Wahl einzuschicken. Die Teilnahme ist kostenlos. Attraktive Preise im Gesamtwert von 7.000 Euro warten auf die Gewinner, unter anderem eine Vertonung des Gedichts und die Aufnahme in eine Anthologie. Genaue Teilnahmebedingungen und das Teilnahmeformular unter www.gedichte-bibliothek.de
Ganz privat
Lieblingsmusik: Meine CD-Sammlung ist fest in deutscher Hand: Von den Toten Hosen über Heinz-Rudolf Kunze bis zu Klaus Lage
Lieblingsfarbe: Orange
Lieblingsessen: Lasagne
schönster Urlaub: Ibiza
beste Eigenschaften: Geradlinigkeit
30 Zentimeter über dem Boden – Kurt Wachkamp gehört zu den weltbesten Strandseglern
Kurt Wachkamp steckt mit der Begeisterung für seine Sportart an. So sehr, dass auch sein Besucher vom Frühaufsteher in den schmalen, zigarrenförmigen Korpus, den sogenannten „Body“ schlüpft (oder besser gesagt sich hinein zwängt), als es ihm vom 60-Jährigen angeboten wird.
Mächtig eng ist es für den Ungeübten, ganz anders als für Wachkamp. Doch der hält sich ja auch fit („In Hattingen im Reha-Zentrum Ortho-Mobile, da möchte ich einfach mal ganz besonders drauf hinweisen“), um beim Strandsegeln Höchstleistungen bringen zu können.
Das gelingt ihm – und zwar auf atemberaubende Weise: Er schrammte bei den Weltmeisterschaften 2010 zwar knapp an einer Einzel-Medaille vorbei, doch im Team sicherte er sich Bronze. Sich den Naturgewalten, beinahe auf dem Boden liegend, auszuliefern, das nahm er erstmals bewusst im Jahre 2003 bei einem Urlaub in der Bretagne, wo Familie Wachkamp ein Ferienhaus besitzt, wahr. Seitdem hat ihn der Reiz und das Ungewöhnliche dieses Sports gepackt, für den es in Deutschland eigentlich nur in St. Peter Ording beste Voraussetzungen gibt: „Denn da ist die Länge des Strandes wichtig, nicht die Breite.“ Kleinere Klassen werden teilweise auch auf den Nordseeinseln gefahren, doch in der Klasse 3, der „Formel 1“ für Strandsegler, in der Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h erreicht werden, und der Klasse 2 (Segelfläche bis 11,30 Quadratmeter, Breite bis zu 3,60 m, Länge bis 4,15 m), in der Wachkamp losbraust, gibt es die besten Bedingungen einfach am St. Peter Ordinger Südstrand.
Die Faszination seines Sportes, für den ein Pilotenschein für das Strandsegeln erforderlich ist, teilt der Architekt im Vorruhestand in zwei Komponenten ein: „Da ist zuerst einmal die Geschwindigkeit. Dreimal so schnell wie der Wind, und das nur 30 Zentimeter über dem Boden, mit 80 bis 90 km/h über den Strand rasend. Das ist ein unglaublich tolles Gefühl, ein Rausch, dem man erliegt. Und das Ganze allein durch Naturkräfte, was es noch faszinierender macht. Dazu kommt die sinnliche Seite: Auch bei wenig Wind, einfach in den Sonnenuntergang hineinzufahren, man hört nur das Knacken der Muscheln unter den Reifen. Einmalig!“
G-5 ist seine Segelnummer, die er bei Wettbewerben fährt, sein windgetriebenes Gefährt ist zudem schon von weitem erkennbar, da es eine besondere Zierde an der Seite des „Bodys“ hat: die Punkte dort stellen die Schüsse am Anfang der alten James-Bond-Streifen dar und stilisieren trefflich, worin sich Wachkamp, der zuvor als ganz normaler Segler auf dem Wasser schon Erfahrungen sammelte und beste Voraussetzungen für die Variante auf dem Strand schuf, fortbewegt – in einem „Geschoss“ eben.
Das bewegte sich im übrigen auch bei der Weltmeisterschaft im belgischen De Panne sehr schnell und im Wettbewerb mit der Konkurrenz gut platziert. Doch was er sich in den ersten Rennen an guter Ausgangsposition erarbeitete, beendete ein von Wachkamp verschuldeter Unfall im fünften Durchgang – so reichte es im „Einzel“ in der Endabrechnung „nur“ zum vierten Platz, wofür ihn aber Rang drei im Team doch noch hinreichend entschädigte. Und auch die einmalige Atmosphäre unter den Kontrahenten, die sich, zumeist jünger als Wachkamp, aber doch als eine großes Familie verstehen. Und die zusammen bei den Wettbewerben auch viel in der Welt herumkommen. So beispielsweise in Patagonien (Argentinien) vor rund 10.000 Zuschauern, aber auch in der Bucht von Liverpool, an niederländischen, französischen, belgischen und dänischen Küsten, und demnächst bei Großveranstaltungen wohl auch in Nordafrika, USA und Neuseeland.
Allerdings tendieren die Trainingsmöglichkeiten, um sich optimal vorzubereiten, für Kurt Wachkamp im Hattinger Umfeld eher gen Null: „Im Wald und auf Wiesen ist da nichts möglich. Flugplätze würden sich eignen, aber erlaubt ist das wohl nicht. Die Amerikaner haben ihre Salzseen, die können bestens trainieren.“ Doch Wachkamp macht das eben, wenn möglich, alle zwei Wochen in St. Peter Ording. Und wenn Sie, lieber Frühaufsteher-Leser, ihn dort mit seinem Gefährt am Strand sehen, gehen Sie ruhig etwas näher ran und sprechen ihn an. Denn fast nichts bereitet dem 60-Jährigen mehr Spaß, als interessierte Menschen einsteigen und ausprobieren zu lassen, um ihnen die Faszination zu vermitteln, die er empfindet.
greis
Übrigens …
• … Kurt Wachkamp kommt offensichtlich am und auf dem Wasser bestens zurecht. Vor den Olympischen Spielen 1972 stand er sogar kurz vor dem Sprung ins Team der Wildwasser-Kanuten. Er scheiterte jedoch knapp an der Qualifikation und entschied sich daher, seinen Schwerpunkt erst einmal aufs Studium zu legen.
• … Verheiratet ist der Vater zweier Töchter mit Beate, die auch immer dabei ist, wenn er über den Strand braust. Da ist sie häufig für die korrekte Wegweisung zuständig: „Pointer Sisters wird sie dann mit ihren Mitstreiterinnen genannt.“
Ganz privat
Lieblingsmusik: Klassische Musik von Händel, außerdem Oldies
Lieblingsfarbe: Türkis
Lieblingsessen: Fisch aller Art, Krustentiere, Austern
schönster Urlaub: Bretagne
beste Eigenschaften: Zielstrebigkeit
Marco hat den richtigen Riecher für coole Moves und Steps
Tanzen ist seit vielen Jahren sein liebstes Hobby. Marco Balsano erfüllte sich einen Traum und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Mit der ebenso tanzbegeisterten Ehefrau Anja eröffnete er in Gevelsberg die Tanzschule Balsano. Doch mit einem Bein steht der zielstrebige Unternehmer auf der Ruhrhalbinsel.
Kupferdreh ist seine zweite Heimat. Dort treffen wir ihn gut gelaunt in der Sportfabrik an der Hinsbecker Löh 32. In Gevelsberg geboren, verschlug es den sportlichen Italiener (32 Jahre) zunächst nach Hagen, wo er Abitur machte. Balsanos Wurzeln liegen in Kalabrien, ganz im Süden des Stiefels. „Tanzen war in meiner Familie beliebt, meine Eltern besuchten in Deutschland Kurse, und so habe ich mit acht Jahren auch damit angefangen“, erzählt er beim Treffen. Bald bewies der Junge Talent, Erfolge bei Turnieren und Meisterschaften im In- und Ausland stellten sich ein. Zweimal wurde er Landesmeister im Jugendbereich.
Nach der Wende begegnete Marco auf dem Gymnasium seiner späteren Tanzpartnerin und Ehefrau. Anja (32 Jahre) stammt aus Köthen (Sachsen-Anhalt) und war solo eine routinierte Tänzerin mit Wettbewerbserfahrung. „1996 starteten wir erstmals als Paar im Düsseldorfer Boston-Club“. Es funkte auf dem Parkett, die Preisrichter waren begeistert: Schon beim ersten gemeinsamen Latein-Turnier (Jugend-Bezirksmeisterschaft) verbuchte das Duo auf Anhieb alle Bestnoten. Ebenso glücklich machte das 10-Tänze-Paar weiter, sowohl in Standard- als auch in den Lateintänzen (unter anderem Platz 2 beim „Blauen Band der Spree“, Sieger bei „Hessen tanzt“ und „East of Holland Championchip”, Ehrenpreis der Stadt Gütersloh). „Schließlich standen wir vor der Frage: Studium oder Profitanz?“ Kurz: Die Balsanos hängten vor etwa zehn Jahren wehmütig die Turnierschuhe an den Nagel, um sich auf Betriebwirtschaftslehre (Marco) und Erziehungswissenschaften (Anja) zu konzentrieren. „Wir arbeiteten nebenbei als Tanzlehrer und Choreografen.“ So war Balsano unter anderem Trainer beim Turnverein 1877 Kupferdreh (TVK). Das bisher wichtigste Jahr für beide war 2005. „Da haben wir unsere erste Tanzschule eröffnet.“ Er ist sicher: Weitere werden folgen.
In Kupferdreh bietet er derzeit Kurse in der Sportfabrik an. Salsa, Standard und Latein stehen zur Auswahl. Auch Disco-Fox, offizieller Tanz des Jahres, wird vermittelt. Er versteht es zudem, Kinder und Jugendliche zu begeistern. Detlef D!’s Dance Club Hip-Hop oder Breakdance-Workshop – Talente sind willkommen. Und werden bis zur TV-Reife gefördert. „Erst kürzlich traten 17 unserer Tänzer bei der Popstars Finalshow live im Fernsehen auf. Auf Pro7 präsentierten sie mit dem Choreographen Detlef D! Soost und der Hip-Hop-Band Madcon eine knackige Performance“, so Marco weiter. Kein Millionenpublikum, aber eine brechend volle Sporthalle ernteten Balsano und sein Team für Detlefs Auftritt mit rund 1.000 Ruhrhalbinsel-Kids. Die coolsten Hip-Hop-Moves und Steps zu Top-Hits möchten nicht nur Mädchen tanzen können. Auch dafür gibt es Wettbewerbe. Die Tanzschule Balsano landet häufig auf vorderen Rängen, etwa bei der Westdeutschen Video-Clip-Meisterschaft im April 2010. In der Formation Juniors 2 belegte die „Goose Flesh“ aus Kupferdreh den 1. Platz. Wir durften beim Training zuschauen.
Sieben Tage in der Woche ist Marco für die Firma unterwegs, zwischen Gevelsberg und Essen. Es gibt viel zu organisieren, neue Dance-Events mit TV-Stars wollen geplant werden. Für Hobbys bleibt kaum Zeit. Ab und an geht er ins Fitness-Studio. „Früher habe ich Kampfsport gemacht“, erzählt er und schlägt die Fäuste mit Power auf einen roten Kunstleder-Boxsack. Auch wenn er sich als „Rocky“ Balsano gut macht, überwiegen eindeutig seine tänzerischen Ambitionen und Fähigkeiten. Als Profi posiert der Tänzer vor der Kamera. Klarer Fall: Er will die Region weiter in Bewegung halten! Wir sind gespannt, was und wen er 2011 auf die Tanzbeine stellt …
addi
Ein flotter Japaner mischt die Mittelklasse auf
Preisgünstige Kleinwagen, Jeeps und Motorräder verbinden die meisten mit der Marke Suzuki. Mit dem Kizashi wollen die Japaner in Deutschland die Mittelklasse erobern. Hat die 4,65 m lange Sport-Limousine das Zeug dazu?
Auf der Essen Motor Show 2010 fand der Kizashi erste Bewunderer. „Viele Besucher blieben stehen und betrachteten ihn von allen Seiten, fast so, als könnten sie es nicht glauben, dass er rundherum gut aussieht. Ein sportlich-eleganter, top-ausgestatteter Suzuki – das war ein Magnet!“, berichtet André Gerschermann beim Frühaufsteher-Portrait. Der Essener Vertragshändler ist überzeugt, dass die neue Limousine ein Trumpf ist. „Und den Händlern sicher einige neue Kunden bescheren wird“.
Wir begegnen dem Kizashi im Autohaus an der Ottilienstraße. Schwarz, breit und stark parkt er neben zierlichen Kleinwagen und blickt uns dynamisch lächelnd entgegen. „Wann darf ich endlich auf die Straße?“, scheint er zu fragen. Auf der Autobahn möchte der 178 PS-Asiate sprinten. Kaum erwarten kann er den Vergleich mit Konkurrenten wie Peugeot 407, VW Jetta, Mazda 6, Opel Astra Sports Tourer, Skoda Octavia und Audi A4. Sogar dem 3er BMW will es die schicke Limousine zeigen. „Im Rückspiegel erkennt ihr mich an der tiefen Frontlippe, ich schnuppere den Asphalt. Beim Überholen zeige ich meine dicken Backen, die schicken, serienmäßigen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und den 2,70-Meter-Radstand. Ich beweise meine Kraftreserven. Bin ich eingeschert, bewundert die beiden dreieckigen Auspuffendrohre unter meinem wuchtigen Stufenheck. Ein kurzer Wink mit dem Spoiler, dann will mein drehmomentfreudiger 2,4-Liter-Vierzylinder unter der Haube aber weiter und wuuuumm – schon bin ich weg!“
An Selbstbewusstsein fehlt es dem Fronttriebler nicht. Schon sein Name verheißt Außergewöhnliches. „In Erwartung großer Dinge, Vorgeschmack auf etwas Großes“ bedeuten die Silben. Den Japanern sei Dank! Der Name lässt sich diesmal erstaunlich leicht aussprechen, erst „Ki“ (ohne ein „a“…), dann „zashi“ (wie „sushi“, nur eben mit einem „a“). Fertig! Ohne langes Geqashqai oder Gequatsche, mit dem uns andere den Alltag erschweren. Wie heißt der Wagen noch? Dass Papa jetzt einen Kizashi fährt, kann Erna schon im Kindergarten aussprechen. Nicht nur das: Im geräumigen Fond des Viertürers fährt sie bequem und sicher mit. „Unter meinem Kofferraumdeckel habe ich Platz für 461 Liter Gepäck. Skier und andere sperrige Dinge transportiere ich mit umgeklappter Sitzbank“, flüstert uns der Neue aus Nippon zu. Als Kombi-Variante, die geplant ist, würde er uns für Familien noch besser gefallen. Zwei Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl, dann ist der Kizashi bestellt. Mit oder ohne Allrad-Antrieb lautet die Frage. Preislich liegen 3.000 Euro dazwischen.
Wir nehmen auf dem sportlichen Fahrersitz Platz. „Mein maximales Drehmoment liegt bei 230 Newtonmetern. Ich erreiche es bei 4.000 Umdrehungen in der Minute“, hören wir den höflichen Japaner reden, als wir das Multifunktionslenkrad umfassen. Mit dieser Power beschleunigt er in 7,8 Sekunden von Tempo 0 auf 100 km/h. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Suzuki 215 km/h an. Der Verbrauch soll bei 7,9 Liter Benzin für 100 Kilometer liegen, was einem CO2-Ausstoß von 183 g/km entspricht. Sportliche Paare oder viel reisende Alleinfahrer werden sich auf den langen Probefahrtlisten eintragen. „Schon jetzt ist die Nachfrage groß“, weiß Gerschermann.
Sein Urteil: „Der Kizashi ist einfach klasse, innen wie außen!“ Nicht alle Suzukis schloss er gleich derart ins Herz, beim knackigen Sportler aber war es Liebe auf den ersten Blick. Echter Wermutstropfen: An Sonderausstattung und Zubehör lässt sich wenig verdienen, der Kizashi ist von Hause aus für unter 30.000 Euro fast komplett. Komponenten wie das elektronische Stabilitätsprogramm ESP, Zweizonen-Klimaautomatik, Xenon-Scheinwerfer, sieben Airbags, schlüsselloses Zugangssystem oder elektrisch einstellbare und beheizbare Ledersitze suchen wir vergebens im Katalog. „Alles an Bord“, verrät Gerschermann und lächelt zufrieden. Einzig der Metallic-Lack (490 Euro extra) und das passende Einbau-Navi von Pioneer (rd. 1600 Euro inkl. Montage) müssen oben drauf gerechnet werden. Frühaufsteher-Fazit: Der Kizashi bietet eine gute Balance zwischen Preis und Nutzwert und muss damit die Konkurrenz nicht fürchten. Sein dynamisches Styling macht ihn zum attraktiven Hingucker, der nicht zuletzt durch eine üppige Ausstattung überzeugt.
addi
Die Verdienstmedaille für das Multitalent Elfriede Dargatz
Und wie sie konnte und noch kann! Korrekt heißt es übrigens: Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, was eine der vielen Stufen des Bundesverdienstkreuzes ist.
Dem Bürgermeister Rudolf Jelinek sollte bei der Verleihung gleich klar werden, wen er da im Auftrag des Bundespräsidenten ehrte. Korrigierend und ergänzend griff die 83-Jährige immer mal wieder in die Laudatio ein. Geboren als erstes von fünf Kindern machte sie nach der Schule zunächst eine Lehre bei der Stadtverwaltung Essen und stieg später von einer „einfachen“ Avon-Beraterin zur Support-Managerin, zuständig für die Prüfung und Einstellung von neuen Mitarbeiterinnen, im Unternehmen auf. 1953 zog sie mit Ehemann Alfred und ihrer Tochter nach Überruhr, zwei weitere Kinder wurden geboren, denen sieben Enkel und drei Urenkel folgten. Zeitgleich mit der Kindererziehung und ihrer Berufstätigkeit pflegte sie rund 13 Jahre ihren Schwiegervater und später über sechs Jahre bis Mitte der neunziger Jahre ihren Ehemann. Kein Wunder, dass dabei für Urlaub keine Zeit blieb. Bis zur Silberhochzeit sollte es dauern. 1996 trat sie in die Arbeiterwohlfahrt ein und leitete bereits ein halbes Jahr danach einen Club. Der Anfang war schwer, denn ihre neuen Ideen trafen nicht bei Jedem auf Gegenliebe. Doch ihr Organisationstalent, die zupackende Art und ihre Fähigkeit, zu führen, lies die Kritiker schnell verstummen. Alle ihre Aktivitäten hier aufzuführen, würde, um es mal gesangstechnisch zu sagen, auf einem Atem unmöglich sein. Wo wir dann auch passend dazu beim Singen wären. Seit 31 Jahren ist sie Mitglied im Chor der evangelischen Kirchengemeinde Von 2005 bis 2009 leitete sie den AWO-Singkreis, der unter anderem auch beim Chor- und Musikfestival während der Kulturwoche Überuhr auftrat. Gedächtnistraining, Theateraufführungen, Wanderungen, Ferienfreizeiten und Feierlichkeiten zu jeder Gelegenheit und Jahreszeit gehören ebenfalls zu ihrem Spektrum. Letztere finden im Wesentlichen in dem von ihr 2000 gegründeten Seniorenclub statt. Hier standen auch die Gratulanten Schlange, als sie am Freitag nach der Verleihung im Regenbogenhaus eintraf. Apropos Freitag. Sie hatte im Rathaus darauf bestanden, dass die Verleihung keinesfalls an diesem Wochentag stattfinden könne. Der Club gehe vor. Der Bürgermeister folgte ihr gerne. Was machte diese Frau eigentlich in ihrer so genannten „Freizeit?“ „Weißt du, wenn im Sommer vier Wochen lang nichts stattfindet, fange ich an, mich zu langweilen,“ war die charakteristische Antwort auf meine abschließende Frage.
eak
[Portrait von Schulleiterin, Russisch-Expertin und Optimistin Gabriele von Heymann.]
Gabriele von Heymann
„Vor allem bin ich verantwortungsbewusst – und auch immer optimistisch.“
Die rheinischen Wurzeln lassen sich eben nicht verleugnen. Geboren am 2. August 1954 in Köln-Riehl, empfand die großstädtisch geprägte Schülerin den Umzug mit ihren Eltern nach Engelskirchen ins Bergische Land „beinahe als Strafversetzung“. An jedem Wochenende pendelte sie also in ihre Geburtsstadt, um (unter anderem) in der dortigen Lotto-Zentrale unzählige Gewinnscheine auszuwerten (und dabei das eigene Taschengeld völlig risikolos aufzubessern). Das Abitur hat sie zwar 1973 in Engelskirchen absolviert, doch schon zog es die angehende Studentin wieder zurück an den Rhein. Französisch und Russisch, dazu Philosophie und Pädagogik, waren die Fächer der Wahl, woran Großvaters Literatursammlung nicht ganz unschuldig war. „Mit Dostojewski bin ich erstmals eingetaucht in die faszinierende Welt russischer Kultur. Und diese Leidenschaft ist bis heute geblieben.“ Nach Lehrveranstaltungen im „slawistischen Seminar“ beispielsweise hörte man dann gerne Duke Ellington oder bereitete sich auf eine Demonstration vor. „Wir waren politisch ziemlich engagiert, gegen Atomenergie bin ich übrigens heute noch, die Risiken sind meiner Meinung nach nicht einschätzbar“, so die bekennende Sozialdemokratin.
Die „rasende Lehrerin“
Die Referendarzeit führte die Lehramtsanwärterin zunächst nach Leverkusen, es folgte der Ruf an die Luisenschule nach Essen. Der Bedarf an Französisch- oder Russischunterricht war zu der Zeit allerdings noch gering, das erste Angestelltenvertragsangebot stellte von Heymann gleich vor eine organisatorische Herausforderung. „Ich hatte den „Zentralkurs Russisch“ für die ganze Stadt zu übernehmen. Schüler aus zwanzig Gymnasien kamen nachmittags für je drei Stunden zusammen. Dass Russisch an der Luisenschule zum Abiturfach wurde, habe ich damals initiiert“, sagt sie nicht ohne Stolz. „Nach Einstellung der Zentralkurse 1985, inzwischen war ich bereits einige Jahre verbeamtet, konnte ich endlich vormittags unterrichten und bekam so auch zum ersten Mal regelmäßig alle Kollegen zu Gesicht. Um den Bedarf im Fach Russisch abzudecken, musste ich 1999 parallel am Mädchengymnasium Borbeck unterrichten. Die Hin- und Herfahrerei zwischen den Arbeitsstätten hat den WDR seinerzeit zu einer Reportage inspiriert. Sie hieß „Der rasende Lehrer“ und war tatsächlich schnell „versendet“, erinnert sich die Pädagogin mit gemischten Gefühlen. Wirklich rasant war allerdings die weitere Karriereentwicklung. 2003 wurde von Heymann stellvertretende Schulleiterin an der Alfred-Krupp-Schule in Frohnhausen, seit 2006 leitet sie die Geschicke am Gymnasium Essen-Überruhr – kurz GEÜ genannt. „Ich bin jetzt am Ziel meiner Wünsche angekommen“, bringt sie ihre Sympathie für die Ruhrhalbinsel auf den Punkt. Mit Ehemann Winfried, ebenfalls Pädagoge, lebt sie am Stadtwald unweit ihres Arbeitsplatzes (und wundert sich so täglich über die Beschaffenheit der Frankenstraße).
Das Projekt
Aber so ganz wunschlos ist man dann ja doch nie. So liegt ihr die Weiterentwicklung des GEÜ zur modernen, zeitgemäßen Ganztagschule am Herzen: „Das GEÜ ist – wie der Frühaufsteher selbst miterleben konnte – seit der Gründung komplett umgekrempelt worden, wobei sich die Stadt Essen immer verantwortungsbewusst gezeigt hat. Die Kosten für einen notwendigen Neubautrakt wurden mit Hilfe des Konjunkturpaketes II geschultert. Dabei werden auch die Erfordernisse einer gebundenen Ganztagsschule berücksichtigt. Wenn aber die Schüler den ganzen Tag bei uns sind, dann muss Schule zum Lebensraum werden, und dazu gehört insbesondere für junge Menschen Bewegung. Unter dem Slogan „Bewegte Schule“ wollen wir dafür einen Außenbereich schaffen, schülerorientiert und ökologisch nachhaltig gestaltet, wie es sich für eine UNESCO-Schule gehört. Und deshalb stellt sich jetzt die 100.000 Euro-Frage. Denn soviel Geld wird benötigt, um unsere „Wunschrealisierung“ finanzieren zu können. Die Anregungen zur Gestaltung des Geländes stammen von Kunst-Schülern des GEÜ und sind von den von der Stadt beauftragten Landschaftsarchitekten in die Planungen einbezogen worden. Schließlich wollen wir nicht irgendein Stück Land begrünen. Nur leider fehlt das Geld.“
Unser Gymnasium
Um die wirklich gelungenen Gestaltungspläne in die Tat umsetzen zu können, sind Lehrer, Eltern, Schüler, Ehemalige und alle engagierten Mitbürger gleichermaßen gefordert. Und natürlich auch Frühaufsteher. Deshalb unsere Bitte: Helfen Sie mit beim Projekt „Bewegte Schule“. Spenden können Sie unter dem gleichnamigen Stichwort auf das Konto 136 55 16 bei der Sparkasse Essen, BLZ 360 501 05, einzahlen. Die Ruhrhalbinsel hat 27.000 Haushalte. Wenn jeder Haushalt nur 4 Euro „opfert“, ist das Problem gelöst. (Da hat der Mathe-Unterricht am GEÜ sich doch noch gelohnt.) Und so ganz nebenbei würde sich der Leitspruch der unermüdlich-optimistischen Schulleiterin Gabriele von Heymann bestätigen: „Et hätt noch immer jot jejange“.
sk
„Es waren 35 Grad im Schatten, als ich bei der Kulturhauptstadtaktion „Still-Leben auf der A40“ am Stand des FKK gelandet bin.
Und da geschah es …“, erläutert Hubert Kost seinen ersten Schritt ins Amt des neuen Ehrenkonsuls. Inzwischen sind die Außentemperaturen zwar deutlich gesunken, doch der Karneval befindet sich bereits inmitten der heißen Phase, wie die nachfolgende Collage beweist. Am 7. März findet der Rosenmontagszug 2011 in Essen und Kupferdreh statt. Das gemeinsame Motto: Politiker eiern – Narren feiern. Feiern Sie mit.
sk