Porträt von Harald Kamke, Kamke Medien in Hattingen

Harald Kamke

Harald Kamke

Harald Kamke hat ein schönes, lichtes Büro in Hattingen – genau da, wo die Stadt in den Wald übergeht. Wenn man den ganzen Tag kreativ ist, ist diese Umgebung sicher sehr hilfreich. Nachdem mich der Hausherr freundlich begrüßt hat, nimmt mich Boxer Broudy mit vollem Körpereinsatz in Empfang.
Aber keine Angst, wer keinen Hundekontakt wünscht, bekommt ihn auch nicht. Harald Kamke hat vorher höflich gefragt, ob sein „Mitarbeiter“ dabei sein darf. Broudy liefert mit seinem entspannenden Einfluss bestimmt so manchen Input, wenn es einmal hakt. Aber sein Herrchen macht nicht gerade den Eindruck, als litte es unter Ideenmangel.

Studierter Pädagoge, Grafiker …

„Ich mache klassische Werbung mit den Schwerpunkten Gastronomie und Medizin“, berichtet der Inhaber von Kamke Medien, „seit ich 32 bin.“ Der jetzt 50-Jährige hat Sportwissenschaft, Anglistik und Pädagogik studiert, doch eine seiner weiteren Berufungen warf schon ihre Schatten voraus – oder besser gesagt, ihre Sonnenseiten:
„Schon meine Abschlussarbeit an der Deutschen Sporthochschule in Köln habe ich über Sportmarketing im Tennis geschrieben“, erfährt die Frühaufsteherin. Mit Ende 20 hatte Harald Kamke den ersten Agenturkontakt, der Beginn einer beruflichen Leidenschaft, wie er es nennt. Wie schön, dass er sie lebt und ausstrahlt! „Neben der Arbeit – ich hatte ja schon Familie – habe ich mich zum Grafiker ausbilden lassen und meine Agentur gegründet“, beschreibt er, wie er wurde, was er ist.

… und engagierter Dozent:

„Der Internet-Boom führte zu einem regelrechten Notstand an Ausbildern“, berichtet mein sympathischer Gesprächspartner. „Fünf Jahre lang habe ich als Dozent für Mediendesign an IHKs und Akademien unterrichtet; das habe ich immer sehr gerne gemacht.“ Die Bildungsträger freuten sich über den Fachmann mit Pädagogenausbildung – doch die Agentur kam zu kurz, der Nebenjob hatte sich die Hauptrolle in Harald Kamkes Berufsleben erschlichen.
Der ist zum Glück nicht nur kreativ, sondern auch weitsichtig. Jedem Boom folgt eine Baisse – er richtete sein Hauptaugenmerk wieder auf die klassische Werbung. Im Jahr 2000 wurden Beschränkungen für das Medizin-Marketing aufgehoben. Harald Kamke sah die Chancen: Mit einer befreundeten Prophylaxe-Fachfrau etablierte er ein Praxis-Marketing für Zahnarzt-Depots, die Praxen ausstatten. Auch in diesem Umfeld gab es für den begeisterten Dozenten wieder Einsätze:

Von Praxen und Biergärten

„An Wochenenden schulen wir Praxis-Berater, weisen darauf hin, worauf es ankommt.“ Da jede Praxis andere Schwerpunkte setzt, wird auch das niemals langweilig.
Vielseitig wie Harald Kamke ist, setzt er nicht nur auf klassische und Praxis-Werbung. Gastro-Marketing heißt unser nächstes Stichwort. Auch hier ist Kamke Medien äußerst erfolgreich: Ein schönes Beispiel ist das „Lukas“ in Kupferdreh, dass sogar vom „Online-Motor Deutschland“ ausgezeichnet wurde – eine wunderbare Anerkennung für Harald Kamke und sein Team. Wer das Lukas besuchen will, kann online reservieren, sich das Angebot durch Kopf und Mund gehen lassen und die Vorfreude auf den Biergarten genießen.

Baukulit und Bier

Apropos Bier: Video-Filme für Radeberger, Hövels und Wenkers am Markt, Dortmunds ältestes Brauhaus – „und selbstverständlich fußball­affin“, lacht Harald Kamke.
Natürlich betreut er auch Hattinger Kunden: Baukulit, den Frühaufstehern bestens bekannt, das Havanna, die Alte Krone sind einige davon.
„Ich arbeite auch immer als Berater“, erklärt Harald Kamke. „Ob die Grafik im Mittelpunkt steht oder die Konzeption – wichtig ist der übergreifende, lösungsorientierte Ansatz.“

Kerstins Skulpturen und Julias „Händchen“ für die Menschen

Skluptur von Kerstin Kamke

Skluptur von Kerstin Kamke

„Herr Kamke Medien“ ist nicht der einzige kreative Mensch in der Familie. Seine Frau Kerstin ist handwerklich und künstlerisch sehr begabt und fertigt wunderbare Skulpturen an. Vor mir steht ein Zahn-Objekt; ihre Einzelstücke für Praxen sind äußerst gefragt. Zur Familie gehören die Söhne Nikolas, 19, und Janos, 16.
Harald Kamke ist zwar vielseitig talentiert und engagiert, doch alleine kann er seinen „Laden“ natürlich nicht bewältigen. Julia Jorrasch ist seine Assistentin und hat gelernt, wie man professionell Menschenköpfe aufbereitet, damit sie auch auf Bildern und Videos so gut aussehen wie in echt. „Ich nehme sie aber auch mental an die Hand, damit sie nicht nervös werden“, lächelt die freundliche Mitarbeiterin, und Harald Kamke ergänzt, dass Emotionalisierung auf Fotos und Videos sehr wichtig sei.

Kreativ und technisch auf höchstem Niveau

Neben Julia Jorrasch sorgen weitere Menschen aus seinem Netzwerk für gutes Gelingen, wenn es um Videos, aufwändige Programmierung und die Serverbetreuung geht.
Harald Kamke denkt zurzeit darüber nach, sein Büro innerhalb seines Hauses umzuziehen. Die Frühaufsteherin ist überzeugt: Wo immer es sich auch befindet – was dabei herauskommt, wird weiterhin kreativ und technisch auf höchstem Niveau sein – ob der Arbeitsraum nun oben oder unten ist.

pgs

Ganz privat
Lieblingsmusik: David Bowie
Lieblingsfarbe: Für einen Designer sind alle Farben wichtig
Lieblingsessen: Sushi, Indisch
Hobbys: Motorrad fahren
schönster Urlaub: Städtereisen
beste Eigenschaften: Heute eine Un-Eigenschaft: Nicht neidisch