Christian Geller ist Schuhhändler aus Leidenschaft
Bald möchten sich unsere Füße so richtig in warme Stiefel kuscheln, vor allem, wenn es wieder so kalt wird wie im letzten Winter. Für Christian Geller, Juniorchef des Schuhhauses Geller in Sprockhövel, sind sogar Frühjahr und Sommer 2012 schon fast Geschichte.
Der Einkauf für die nächste Saison ist abgeschlossen, bereits jetzt steht fest, welche Modelle Sie bei uns finden werden“, erfährt die „Frühaufsteherin“. „Und für den nächsten Herbst und Winter suchen wir von Januar bis April die Ware aus.“ Im Textilbereich kommt gerade die erste Frühjahrsmode herein. Dagegen passt das Gellersche Schuhangebot ausgezeichnet zur Jahreszeit: Wer das Geschäft betritt, kann aus dem Vollen schöpfen – frierende Füße muss hier niemand fürchten. Und fast täglich kommen weitere Schuhe und Stiefel hinzu.
Das Wichtigste: Umgang mit Menschen
An Spitzentagen werden 120 Pakete, die jeweils 12 Paare enthalten, angeliefert. „Schuhe sind einfach ein tolles Produkt“, begeistert sich Christian Geller, der sich jeden Tag auf seine Arbeit freut. „Einkauf, Verkauf, mir gefällt die Abwechslung und der Umgang mit den Menschen.“ Wie kam der Mann auf den Schuh? Sein Vater Klaus, auch heute noch im Familienbetrieb tätig, gründete das Unternehmen 1986 in Haßlinghausen und gestaltete es so erfolgreich, wie es sich heute darstellt. Neben der „Keimzelle“ in Haßlinghausen und der Sprockhöveler Filiale genießen seit 2002 auch die Meinerzhagener den guten Service vom Schuhhaus Geller.
„Der Laden in Meinerzhagen ist ‚mein‘ Baby“, berichtet Christian Geller von seinem Werdegang. (Anmerkung der Redakteurin: Informationen über ihn selbst waren ihm gar nicht so leicht zu entlocken – er stellt viel lieber Familie und Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Doch wir sind nun einmal neugierig!) Nach Abitur, Zivildienst und Wirtschaftsstudium absolvierte er bei Görtz in Hamburg eine Trainee-Ausbildung und arbeitete dort als Filialleiter, bevor es wieder Richtung Heimat ging. Der Standort Sprockhövel ist Familie Geller dann sozusagen zugelaufen:
Schuhtourismus aus der Region
„Eigentlich suchten wir nur ein Lager für die Warenannahme“, erinnert sich Christian Geller. „Dafür war das Ganze dann aber viel zu groß. Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns für ein weiteres Ladengeschäft.“ Eine gute Entscheidung, wie man an dem gelungen umgesetzten Objekt sehen kann. Die Kunden sind begeistert, das Einzugsgebiet ist groß – sogar aus der Großstadt Essen „reist“ man an. „Unser Erfolg steht auf drei Säulen“, erläutert mein sympathischer Gesprächspartner. „Die Auswahl, die Beratung, die günstigen Preise.“ Die engagierten Mitarbeiter, 60 in Haßlinghausen und Sprockhövel sowie 20 in Meinerzhagen (viele in Teilzeit), sind allerdings die wichtigste „Säule“. Das Klima ist gut, die Sozialleistungen sind es auch.
Großer Sachverstand für kleine Füße – für große natürlich auch
Familie Geller und ihre Mitarbeiter finden, dass besonders bei Kinderfüßen die Beratung wichtig ist. Durch spezielle Schulungen wissen die Kinderschuhverkäuferinnen genau, worauf es ankommt. Je kleiner die Füße, desto mehr Expertise ist eben gefragt.
Apropos kleine Füße – auch für Erwachsene gibt es kleine und auch besonders große Schuhe: „Wir pflegen ein Sortiment an Unter- und Übergrößen, für Damen von 34 bis 46, für Herren von 38/39 bis 51,“ sagt Christian Geller, „das ist durchaus nicht selbstverständlich.“
Ich möchte wissen, ob sich im Laufe der Zeit das Interesse der Kunden geändert hat. „Bei Winterschuhen“, lerne ich, „steht heute ganz klar die Funktionalität im Vordergrund.“
Schuhe für die Familie von der Familie
Schuhhaus Geller kleidet nicht nur die Füße aller Familienmitglieder ein, das Unternehmen ist auch ein Familienbetrieb. Christian Gellers Frau Nadine arbeitet im Verkauf, Mutter Monikas Metier sind Buchführung und Kasse, Vater Klaus kauft gemeinsam mit seinem Sohn ein – und sorgt auch dafür, dass die Ware wieder verkauft wird. In einem ganz anderen Beruf zu Hause ist Christians Bruder, ein Opernsänger. Was Tochter Charlotte und Sohn Maximilian, zwei und fast vier Jahre alt, später einmal werden wollen, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest!
Die Sprockhöveler Filiale leitet übrigens Elke Tillmann seit der Eröffnung im Mai 2009. Mir kommt es viel länger vor – Geller gehört eben ganz selbstverständlich hierhin. Der Frühaufsteher wünscht weiterhin viele zufriedene Kundenfüße!
pgs
Ganz privat
Lieblingsmusik: Klassik, besonders Wagner
Lieblingsfarbe: Schwarz
Lieblingsessen: alles, was mit Liebe gemacht ist
Hobbys: Musik
schönster Urlaub: Sylt
beste Eigenschaften: zielstrebig

