Verlangsamung des Verkehrs an der Hubertushöhe scheint Früchte zu tragen
„Es ist zwar noch nicht optimal, aber bestimmt schon 100 Mal besser als vorher.“ Wenn Harald Kosch jetzt aus dem Fenster seiner Wohnung im Haus an der Hubertushöhe blickt, hat er ein besseres Gefühl als noch vor einigen Wochen.
Zu viel war dort in den letzten Monaten nach der Änderung der Vorfahrtregelung passiert, sogar ein schwerer Unfall mit Todesfolge. Kosch wandte sich an die Frühaufsteher-Redaktion, in der Hoffnung, in diesem Sommer nicht noch weitere Motorradfahrer vor seiner Haustür sterben sehen zu müssen.
Wir informierten uns, berichteten ausführlich, holten die Meinungen von Experten und ganz normalen Verkehrsteilnehmern ein – und auch die Straßenverkehrsbehörde Mettmann reagierte, die Regelung an der Kreuzung Rodberger Straße, Hefel und Rottberger Straße wurde modifiziert und für Auto- und Motorradfahrer deutlicher gemacht. Aus Richtung Velbert (Hefel) dient jetzt eine leichte Verschwenkung der Fahrbahn dazu, den Verkehrsfluss zu verlangsamen, will man in Richtung Essen weiterfahren, muss man auf einer eigenen Spur Vorfahrt gewähren. Aus der Essener Richtung ist unübersehbar per Stop-Schild das geforderte Verhalten sichtbar gemacht. Kosch hat in zahlreichen Fällen schon einen Erfolg dieser Maßnahmen ausgemacht. So bleibt also abzuwarten, was im Sommer, wenn vor allem die Zweirad-Fans auf dieser Strecke „ohne Ende“ unterwegs sind, passiert – oder eben besser nicht passiert.
Harald Kosch hat leichte Hoffnung, dass ihm schlimme Bilder wie zuletzt erspart bleiben, obwohl er immer noch nicht versteht, warum die ursprüngliche Regelung, die jahrelang galt, nicht beibehalten wurde: „Das hätte doch alles vermieden werden können. Sowohl die sicher hohen Kosten, jetzt den Verkehr zu verlangsamen (nach Frühaufsteher-Informationen rund 35.000 Euro), als auch die Unfälle und eine tote Frau.“
Der Frühaufsteher wünscht auf jeden Fall allen zwei- und viermotorigen Fahrern an dieser Stelle, und natürlich auch überall sonst, eine gute und sichere Fahrt. Und immer auch den Blick für die Schwächen anderer Verkehrsteilnehmer. Denn das kann in vielen Situationen Schlimmeres ganz einfach vermeiden helfen.
greis

