Dat Frühaufsteher Spätzial zum Saisonfinale
Kerl inne Kiste, oder soll ich doch lieber „Mein lieber Herr Gesangverein“ sagen?
Auch dat wär nämlich unheimlich passend, denn vor kurzem haben Waldis wilde Fußballkerle noch brav im Chor mit den „Café Nova Staudertrinkers“ eine neue Vereinshymne aufgenommen, die et seit der Release-Party Mitte Mai im Fanshop zu kaufen gibt. Für nen schlappen Heierman bekommse da ne astreine Entenpelle beim Genießen von diese schönen Klänge. Hinter den Kulissen wurden bis vor kurzem aber ganz andere Töne angeschlagen! Der Insolvenzverwalter „Frankie“ Kebekus hat nämlich getz fast ein Jahr lang die Erste Geige gespielt. Unter seiner Aufsicht lief et schön Piano ab in Sachen Geld ausgeben, und dat Ende vom Lied war, dat am 17. Mai die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan zugestimmt hat. Damit is RWE schuldenfrei, aber im Konzert der Großen können die Jungs vonne Hafenstraße noch lange nicht mitspielen. Da schwingen nämlich neben dem Medienstar Kloppo auch noch die Bayern den Taktstock!
Apropos Lederhosen: Am letzten Sonntach war Party angesacht! Von Mittachs bis abends 19.07 Uhr gabs Programm am altehrwürdigen Georg-Melches-Stadion! Tausende Fans feierten den Niederrheinpokalsieg und den Meistertitel in der NRW-Liga. Neben der Ehrung durch den Verband hatte eine kleine Gruppe aus Bayern unter großem Applaus den ersten RWE-Fanclub in Bayern gegründet. Gruß nach Bodenmais – dat nenn ich ma Einsatz!
Vollen Einsatz haben auch die Fans von unsre Roten diese Saison gezeicht! Weit über 100.000 Fußballkloppte wie ich haben sich die Spiele anne Hafenstrasse angetan, trotz Liga 5 ! Ein fast tragischer Rekord, und trotzdem zeicht et, dat RWE nich irgendein Dorfclub is, sondern tatsächlich dat schützenswerte Kulturgut, von dem zuletzt immer wieder die Rede war.
In der kommenden Saison is Regionalliga angesacht. Et wird die letzte komplette Saison sein, die im alten Stadion ausgetragen wird. Bald hat der alte Karbachel ausgedient und muss dem viele Jahre lang herbeigesehnten Neubau weichen.
Mich packt so nen bisken Wehmut, wenn ich daran denke. Aber allet andere macht kein Sinn! Zum neuen, schuldenfreien RWE gehört auch eine ordentlich Spielstätte. Und damit nächstes Jahr die Party mit den Bengels um Capitano Timo Brauer weiter geht, sind die meisten Verträge verlängert worden, und so kann der gemeine RWE-Fan in aller Seelenruhe in die Sommerpause gehen.
Wer nich weis, wat er im Sommerloch mit seine überschüssigen Zeit anstellen soll, kann ja ma bei den Mädels ihre Fußball WM reingucken! Die haben nämlich gute Chancen, den Titel zu verteidigen und wer weis, vielleicht bekommen wir diesmal ja tatsächlich nen Sommermärchen. Ich würde mir nen Ast abfreuen! Ich sach ja, fußballbekloppt muss man sein! Aber ich will da getz auch nich hier inne Medien hochsterilisieren (frei nach Bruno Labbadia), sondern wie immer lieber nochwatt abwarten und Pilsken trinken.
Bis die Tage
Wir sehen uns anne Hafenstraße 97a – inne Regionalliga!
Hintergrund-Info
Name: Christian Ruthenbeck
Alter: 29 Jahre, geboren in Essen, aufgewachsen in Stadtwald, wohnhaft in Altendorf. Seit über 20 Jahren treue RWE-Seele. Seit 5 Jahren arbeitet er in der Mobilfunkbranche im Servicebereich als Kundenbetreuer und seit Februar 2010 ehrenamtlich bei Radio Hafenstrasse.
www.radio-hafenstrasse.de

