[ Porträt von Hotel- und Restaurantfachmann, Bartender und TheaterKlause-Wirt, Edin Smaka. ]
… und auf die nächsten fünf Jahre in der TheaterKlause
Edin Smaka
„Auf der Ruhrhalbinsel gibt es so viele nette, offene und treue a, das habe ich während meiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt“, beteuert Edin Smaka. Er ist Inhaber des Restaurants „TheaterKlause“ in Kupferdreh und kann bereits auf eine für sein Alter erstaunlich lange und erfolgreiche Laufbahn zurückblicken.
Geboren am 8. September 1977 in einem kleinen Küstenort im ehemaligen Jugoslawien, ist er seit seiner Kindheit mit dem Thema „Gastfreundlichkeit“ vertraut, denn schon die Eltern betrieben in dem bei Touristen beliebten Ort eine Pension mit Gastronomie. „Ich habe ein tolles Verhältnis zu meinen Eltern, aber wenn sie uns heute besuchen, dann wissen sie natürlich immer noch alles besser“, zwinkert der sympathische Gastgeber. Als jüngstes von drei Geschwistern ist er gewohnt, unter „besonderer Beobachtung zu stehen“. Auch die
(g)astronomischen Arbeitszeiten sind für Smaka seitdem selbstverständlich.
1991, kurz vor Kriegsbeginn, zog er im Alter von gerade 14 Jahren zu Verwandten nach Deutschland, in Bochum beendete er die Schulausbildung mit der Fachoberschulreife. Zum Jugoslawienkrieg äußert er sich knapp – aber vielsagend: „In meiner Familie hat immer der Charakter gezählt, nie die Religion oder Herkunft“.
„Diplom-Gastgeber“
Im Bochumer „Holiday Inn“ absolvierte Smaka eine Ausbildung zum Hotelfachmann und wurde anschließend im Kölner Haus im Service- und Restaurantbereich eingesetzt. In dieser Zeit erwarb er das Diplom zum „geprüften Bartender“ (… und ein profundes Wissen in Sachen „Cocktails“). Doch das reichte dem ehrgeizigen Barchef nicht, er machte den Ausbilderschein und stieg erst zum Restaurantleiter und schließlich zum „Food & Beverage-Manager“ auf. So gerüstet leitete er in den folgenden Jahren diverse Gastronomiebetriebe, unter anderem das „Mongo’s“ in Köln sowie das „Fiege’s Stammhaus“ in Bochum, bis sich 2006 in Essen die Chance zur Selbstständigkeit bot.
Die TheaterKlause
Nach intensiver Planungsphase wurde vor fünf Jahren die „TheaterKlause“ an der Kupferdreher Straße 114 feierlich (neu)eröffnet und steht seither sowohl für geselligen Thekenbetrieb als auch für ein originelles und hochwertiges Speisenangebot. Einzigartig ist sicher die „Essener Schnitzelparade“ mit 28 Stadtteil-Varianten. Das „Schnitzel Überruhr“ wird zum Beispiel mit Tomaten-Paprikawürfeln und Schafskäsesauce serviert. (Schauen Sie doch einfach mal, wie IHR Stadtteil schmeckt.)
Mit einer jährlichen Spendenaktion (zuletzt mit dem Ronald Mc Donald Kinderhaus) für karitative Zwecke möchte der Jungunternehmer „etwas von seinem Glück zurückgeben“.
Amela und Elena
Es geschah 2005 in einer Düsseldorfer Diskothek: „Eine schöne, junge Frau ist mir auf den Fuß getreten. Dafür musste sie mir ihren Namen verraten“. Nun, ihr Name ist Amela, die gelernte Friseurin hat zufälligerweise ebenfalls jugoslawische Wurzeln – kurzum – ein Jahr nach dem Fußtritt wurde geheiratet. 2008 kam das temperamentvolle Töchterlein Elena zur Welt. „Die beiden sind wirklich alles für mich. Ohne meine Frau könnte ich die beruflichen Herausforderungen gar nicht stemmen. Allein die vielen kaputten Wochenenden … Amela ist einfach phänomenal“, sagt Edin mit belegter Stimme.
„Zur Krone“ und weitere Pläne
Seit zwei Jahren führt Smaka auch das Restaurant „Zur Krone“ in Essen-Steele. „Wenn wir hier in Kupferdreh Gesellschaften bedient haben, mussten andere Essens-Gäste leider vertröstet werden, das hat mir nie so recht gefallen. In der Krone steht ein Saal für 200 Personen zur Verfügung. Schon viele Stammgäste sind extra für größere Feierlichkeiten zur Dahlhauser Straße 178 gewechselt, denn sie sind ja unseren Service gewohnt und fühlen sich deshalb sicher“, erklärt er nicht ohne Stolz.
Doch auch für die TheaterKlause gibt es neue Pläne: „Ein ganz besonderes Catering ist angedacht – mit Live-Shows, Live-Cooking und Bartending, aber mehr möchte ich noch nicht verraten. Außerdem erfahren eure Leser ja alle Neuigkeiten über den Frühaufsteher.“ Wo der Mann Recht hat …
sk
Ganz privat
Lieblingsmusik: Jazz
Lieblingsfarbe: Schwarz
Lieblingsessen: Steak
Hobbys: Fußball
schönster Urlaub: kommt noch
beste Eigenschaften: fair
Tequila Sunrise „TheaterKlause“
Der „Tequila Sunrise wird „geschichtet/aufgebaut“.
2 cl Granatapfelsirup
2 cl Zitronensaft
12 cl Orangensaft
4 cl Tequila
Schicht für Schicht über Eiswürfel, so entsteht der namensgebende Sonnenaufgang. Edins Tipp: Wenn man den Strohhalm mit dem Mund langsam nach oben bewegt, kann man die Geschmacksrichtung mit jedem Zug variieren.

