Fahrschule Markus Sachs betreut Schüler individuell
Ein Fahrlehrer muss nicht nur gut Autofahren können und die Straßenverkehrsordnung genau kennen. Wer mit Anfängern hinter dem Steuer sitzt, braucht neben pädagogischem Geschick vor allem Einfühlungsvermögen. Markus Sachs hat den richtigen Draht zu seinen Schülern. Seit 2009 an der Frankenstraße 122 unterhält er nun eine Zweigstelle an der Laurastraße 2.
Jeder Fahrschüler ist anders, weil jeder Mensch anders ist. Was dem einen leicht fällt, gelingt dem anderen nur unter größten Anstrengungen. Dazwischen gibt es viele Nuancen. Als Markus Sachs (42) im April 2009 seine erste Fahrschule eröffnete, war ihm eines klar: „Bei mir sollen sich die Schüler ihr Leben lang gern an die Fahrschulzeit erinnern.“ Der gebürtige Essener war zuvor zehn Jahre in der Fahrschule Rolf Schmitz in Kupferdreh beschäftigt, wo er auch seine Ausbildung absolvierte. Einige Jahre unterrichtete er in Heisingen. Von Kai Schmitz, dem Sohn des Chefs, hat er die Dependance in Burgaltendorf übernommen.
„Das Menschliche steht hier im Vordergrund“, sagt Sachs beim Frühaufsteher-Besuch in der Laurastraße 2. Modern und optisch ansprechend präsentiert sich der Unterrichtsraum. Die Anordnung der Möbel und die Farbauswahl erfolgte nach Feng-Shui-Prinzipien. Die in Asien weit verbreitete Theorie der fünf Elemente Feuer, Metall, Erde, Holz und Wasser untersucht die Einflüsse von Natur und Umwelt auf den Menschen und sein Verhalten. Klingt kompliziert. Sachs Ziel heißt schlicht „wohlfühlen“. Dieses Prinzip verfolgt auch sein angestellter Fahrlehrer Frank Vetter. Die Schüler nehmen an der Laurastraße in geräumigen Kinosesseln Platz. Per Beamer werden Verkehrsituationen, Regeln und Zeichen erklärt. „Jeder lernt anders! Dem versuchen wir, gerecht zu werden.“ Dazu gehört ein moderner Unterricht mit Gruppenarbeit. Wer die Theorie-Prüfung ablegen will, muss mindestens zwölf Einheiten à 90 Minuten vorweisen. „Durch die beiden Standorte können unsere Schüler viermal pro Woche Theorie lernen. Montags und mittwochs in Rellinghausen, dienstags und donnerstags in Burgaltendorf.“ Am PC können sie jederzeit büffeln.
Für die praktische Ausbildung stehen drei gut motorisierte Pkw sowie vier hochwertige Motorräder zur Verfügung: VW Tiguan TDI (Baujahr 2010), Golf 6 GTI, Golf 6 Rline TDI sowie eine Suzuki Gsr 600, Suzuki Gladius 650, Sachs zz 125 und eine Sachs Bee 50. Auch Anhänger-Stunden sind möglich. Seit 2000 gibt es für das Mitführen von Anhängern mit einer zulässigen Gesamtmasse über 750 kg einen Extra-Führerschein (Klasse BE). Weil er selbst gern mit dem Wohnwagen verreist, kennt Sachs die Probleme. „Selbst für versierte Fahrer ist das Lenken von Gespannen eine Herausforderung“, betont er. Nicht immer geht es gut aus: Auf Reisen hat er schon so manchen schweren Unfall mit Wohnwagen gesehen. „Viele muten sich zu lange Strecken zu. In einem Rutsch von hier bis Spanien, das ist gefährlich!“
Wer noch den alten „Lappen“ der Klasse 3 besitzt, darf damit Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 t ziehen. Theoretisch. Seine Tipps: Vorgeschriebene Geschwindigkeit von 80, bzw. 100 km/h einhalten. Runter vom Gas bei Seitenwind! Wenn Caravan, Pferd oder Boot am Haken hängen, ist der Bremsweg deutlich länger. „Da ist viel mehr Abstand zu anderen nötig!“ Gefürchtet ist das Schlingern. Wer richtig zulädt und den Reifendruck des Hängers beachtet, beugt vor. „Wenn der Hänger leicht schlingert, obwohl es keine Lenkbewegungen gibt, sollten die Alarmglocken läuten“, warnt Sachs. Dann hilft nur eins: Tempo reduzieren, damit sich das Gespann wieder beruhigt.
Mit Ehefrau Kerstin (34) und Tochter Katharina (3) macht er gern Camping am Bodensee. Dort kann er auch Motorradfahren, eines seiner wenigen Hobbys. Ist er nicht in einer seiner Fahrschulen oder im Auto unterwegs, verbringt er Zeit mit der Familie. Als treuer Schalke-Fan verfolgt Markus aufmerksam die Spiele der Königsblauen. In Burgaltendorf fühlt er sich wohl. Nicht nur die grüne, bergige Lage und die Ruine sind attraktiv. „Das Wodantal, ein Eldorado für Motorradfahrer, liegt vor der Tür“. Auch für Überlandtouren ist der Standort günstig. Anfahren am Berg und eine gute Kurventechnik sind keine Kür, sondern gehören zum Alltag am Steuer.
Eines ist Markus ganz wichtig: Er will die Prüfungsangst nehmen. „Die Prüfer sind auch Menschen und wollen keinem etwas Böses!“ Im Fahrschulwagen jedenfalls herrscht eine ruhige, lockere Atmosphäre. Der humorvolle Lehrer kann sich gut in die Schüler hineinversetzen. Nicht jeder kommt mit 16-einhalb zu ihm. 2010 meldete sich ein fideler 72-Jähriger an. „Er besaß vorher nie den Führerschein. Jetzt ist er ein guter Fahrer, und wir begegnen uns oft im Auto. Er winkt mir zu!“ Auch Frauen, die lange wenig oder gar nicht mehr gefahren sind, macht Sachs wieder fit für den Straßenverkehr. Privat darf immer Ehefrau Kerstin fahren. Ehrensache: „Ich rede ihr nie rein, wenn sie am Steuer sitzt.“
addi
Ganz privat
Lieblingsmusik: Meat Loaf
Lieblingsfarbe: Königsblau
Lieblingsessen: Asiatisch
Hobbys: Tochter, Beruf, Schalke
schönster Urlaub: Camping, am liebsten am Bodensee
beste Eigenschaften: humorvoll und einfühlsam

