[ Portrait von Jörn Lorenzen, Geschäftsführer der Elektro Brinkmann GmbH. ]

„Und täglich versinkt die Konkurrenz!“

Jörn Lorenzen

Jörn Lorenzen

Jörn Lorenzen

Dass die Sonne täglich untergeht, freut Jörn Lorenzen natürlich ganz besonders, denn wer bräuchte schon eine seiner schönen Leuchten oder seine Installationskünste, wenn es immer hell bliebe! Und wer kann von seinem Konkurrenten schon behaupten, dass er ihm nicht nur Absatzmöglichkeiten in Sachen Lampen verschafft, sondern auch noch die Energie für neue Technologien. Das schafft wohl nur mein norddeutsch-ruhrdeutscher Gesprächspartner.

Schuld war nur die Brieffreundin

Sein sympathischer norddeutscher Akzent ist nicht zu überhören. Wie kam es denn eigentlich dazu, dass er die Menschen an der Ruhr nun für  seinen guten Dienst am Kunden begeistern kann?
Jörn Lorenzen lacht: „Zuerst durch meine damalige Brieffreundin!“ So zog es Anfang der 1990-er Jahre den gebürtigen Helgoländer, der auf „seiner“ Insel aufwuchs und die Schule mit anschließender Ausbildung absolvierte, nach Ratingen.

Der für die Kälte kam

„Als gelernter Elektriker“, berichtet der freundliche Geschäftsführer, „hatte ich von meinem alten Meister sehr viel über Kälteanlagenbau gelernt, da dieser häufig mit Schiffskälte zu tun hatte. Und da sich zu dieser Zeit nur wenige damit auskannten – das begann erst Mitte der 1980-er Jahre – fing ich in Breitscheid bei einem Klimaanlagen-Unternehmen an“.
Mit Klimaanlagen hat Jörn Lorenzen heute noch zu tun – das Klima in der damaligen Beziehung verschlechterte sich jedoch. Nach fünf Jahren fragte sich der junge Mann, wie es denn nun mit ihm weitergehen sollte. Die zündende Idee kam ihm in den Sinn: Die Meisterschule sollte es sein. Nach einem Jahr gab es 1995 einen Elektromeister mehr.

Neuer Titel, alte Heimat – und die ganz große Liebe

Als Meister ließ sich Jörn Lorenzen 1996 auf Helgoland nieder und führte seinen Laden samt Installationsbetrieb zehn Jahre lang sehr erfolgreich. Nur privat sprang der Funke nicht mehr so richtig über. Zum Glück gab es noch einen Kontakt zum Rhein-und Ruhrgebiet: Über einen guten Freund in Duisburg lernte der Wanderer zwischen Nordrhein und Nordsee endlich Katja aus Moers kennen, seine jetzige Frau. Das hieß zunächst eine Fernbeziehung zu führen und jedes Wochenende zu pendeln – viel Zeit blieb so natürlich nicht übrig. Zwischen Helgoland und Moers liegt schließlich nicht nur eine Menge Wasser, sondern auch noch ein großes Stück Land.

Irgendwas ist immer: Neuer Job gesucht

Ein Zwischenspiel als Angestellter in Meerbusch folgte. Stimmte nun das Privatleben, so gefiel es ihm nun beruflich nicht mehr ganz so gut. Nachfolger gesucht, heißt es ja häufig, wenn ein Betrieb seine Zukunft plant. So auch bei Elektro Brinkmann: Man lernte sich kennen, Jörn Lorenzen arbeitete probehalber – alles sah gut aus. Nach dem ersten Kontakt 2007 und einer zweijährigen gemeinsamen Übergangszeit ist der Mann von der Waterkant seit 2010 Inhaber und sorgt mit dem insgesamt 10-köpfigen Team dafür, dass den Ruhris weiterhin ein Licht auf-, wenn die Sonne untergeht.

Was das elektrische Kundenherz begehrt

Neben den Leuchten und der Elektroinstallation saniert das Team Brinkmann auch Rohbauten und leistet von der Klimatechnik bis zur Lampenmontage alles, was der Kunde wünscht. Das weiß man hier übrigens oft ziemlich genau und kann beim Einkaufen auf Messen schon einmal an den einen oder anderen Kundengeschmack denken. Wer kann schon von sich sagen, dass „sein“ Elektrofachhändler für ihn persönlich Lampen aussucht. Nun,  auf die Kunden von Brinkmann trifft das durchaus zu.
„Gegenseitige Sympathie, ob hier im Betrieb oder beim Kunden, finde ich ganz wichtig“, sagt der immer gut gelaunte Elektromeister. Ich glaube ihm sofort, dass das nicht nur eine Worthülse ist.

Hilfsbereit und musikalisch

Wer am 31. August „stern TV“ geguckt hat, konnte Jörn Lorenzen übrigens live erleben, wie er gemeinsam mit anderen Handwerkern das Haus der Familie Swoboda rettete – der Vater hatte in die Kreissäge gegriffen, das Bauvorhaben war bedroht.
Hilfsbereit ist der 39-Jährige sowieso gerne. Was macht er gerne, wenn die Arbeit es zulässt? „Immer mal wieder norddeutsche Luft tanken“, antwortet er spontan. Hund Lilly, ein Malteser-Havaneser-Mix, sorgt dafür, dass auch Essener Luft getankt und die Akkus von Frauchen und Herrchen wieder aufgeladen werden.
„Früher habe ich in verschiedenen Bands, den Red Rocks oder Offshore, Schlagzeug gespielt. Da habe ich als Andenken nur noch die Snare behalten“, fügt er in Sachen Interessen hinzu. Wer weiß, vielleicht kommt sie ja eines Tages doch noch einmal zum Einsatz.

Beruflich und privat angekommen

Außer Frau Katja gehört Tochter Lisa, 16, zur Familie. Doch auch beruflich passen Katja und Jörn hervorragend zusammen. „Katja bringt einen ganz eigenen Akzent in den Laden“, findet er. „Sie interessiert sich sehr fürs Einrichten und Gestalten, klar, dass das auch auf das Geschäft abfärbt.“ Das kann ich nur bestätigen, als ich zu Gast bin: Die schönen Accessoires sind äußerst beliebt.
Auch ein Leuchtturm ist auf manchen schönen Dingen zu sehen. Ob der auch aus Helgoland stammt?
Der Frühaufsteher wünscht weiterhin ein gutes Klima für alle Lebenslagen. Es sieht aber schon ganz nach einem Dauerhoch aus. Und Ihr Wettbewerb? Der wird auch weiterhin täglich untergehen!

pgs

Info
Elektro-Brinkmann GmbH, Kupferdreher Straße 180, 45257 Essen, Telefon 0201/484343, Telefax 487421. E-Mail: info@elektrotechnik-brinkmann.de, Internet: www.elektrotechnik-brinkmann.de. Jörn Lorenzen und sein Team freuen sich auf Sie: Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr.

Ganz privat
Lieblingsmusik: Phil Collins
Lieblingsfarbe: Hellgrau
Lieblingsessen: Argentinisches Rumpsteak
Hobbys: Tennis, Schlagzeug
schönster Urlaub: Gran Canaria
beste Eigenschaften: Kompromissfähig, gleichbleibend freundlich, hilfsbereit, sozial