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Das Kupferdreher Brückenbauprojekt ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten
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Ruhrhalbinsel - Nachrichten

Das Kupferdreher Brückenbauprojekt ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten

Das Kupferdreher Brückenbauprojekt

Ach, hätte Hermann Kampmann doch nie die Brücke gebaut!

Was der liebe Gott (durch die Ruhr) getrennt hat, sollte der Mensch nicht verbinden, nämlich Kupferdreh mit Heisingen. So streitet man sich nun schon seit annähernd 100 Jahren über neue Brückenbauprojekte zwischen den beiden Stadtteilen, obwohl sich die Heisinger und Kupferdreher ja eigentlich ganz gut mögen. Dass die alte Brücke marode ist, weiß ja jeder. Da muss was Neues her, zumal ja dort ‘mal der Hauptverkehr durchgeleitet werden soll. Die Verantwortlichen treiben schließlich die Kupferdreher Stadtteilerneuerung seit nunmehr 14 Jahren mit Volldampf vor sich her. Die Brücke muss und soll also gebaut werden – nur wie? Es gibt zwar schon Pläne, und sie ist eigentlich auch schon genehmigt. Aber mit nur einem Radweg? Das hieße ja, man müsste, wenn man von Kupferdreh nach Heisingen will, links fahren! Und das nicht ‘mal nebeneinander sondern womöglich noch hintereinander, wegen des Gegenverkehrs. Dann doch lieber zwei Radwege, dann kann man nämlich immer rechts fahren, oder immer links, je nachdem. Aber dann ist wohl immer noch Gegenverkehr. Und überhaupt, was ist denn mit den Skatern, den natürlichen Verkehrsgegnern der Radrennfahrer? Sollen die etwa keine eigene Spur haben? Und dann soll es da ja noch eine radikale Minderheit geben: „Fußgänger“. Es heißt also: Einspruch! Neuplanung! Neuanträge! Neugenehmigung! Neuausschreibung! Neue Kosten! Auf ein Milliönchen kommt es sicherlich nicht an (in zehn oder 20 Jahren).
Und überhaupt, warum machen wir es nicht wie Hermann Kampmann – mit Kassenhäuschen und Brückengeld? Den Essener Baudezernenten würde es so oder so freuen, denn er würde das Geld ja sowieso lieber woanders investieren. Und die Kupferdreher haben ja so viel Zeit! Also, liebe Politiker, Bezirksvertreter, Ratsfrauen und Ratsherren, es wäre nicht das erste Bauwerk, das man durch Parlamentieren zum Einsturz gebracht hat, aber hoffentlich stürzt „dem Hermann Kampmann seine Brücke“ nicht noch vorher ein. Aber dann hätten wir ja noch die alte Eisenbahnbrücke — für rechte und linke Radfahrer!              rb

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08.02.2010

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