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Hattingen - Nachrichten |
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Oldies but Goldies |
Mobile Klassiker als Geldanlage
Es war der Tag, an dem Enzo Ferrari starb und die fahrbare Aktie erfunden wurde. Sein Ferrari F40 hatte an jenem Tag einen Listenpreis von 444.000 DM. Der Preis schoss in die Höhe. Nach einigen Wochen zahlten Ferrari-Fans 2.300.000 DM für das Modell. Im Sog folgten die anderen italienischen Marken. Und sodann die Klassiker. Ein Mercedes 300 SL, der 1988 noch 350.000 DM kostete, brachte es ein Jahr später auf 1.200.000 DM. Die Preise für die Exoten unter den Klassikern zogen sogar bis auf das Vierfache des normalen Preises an. Die Begeisterung für mobile Oldies wächst stetig: Rund 4,6 Milliarden Euro werden jährlich auf dem deutschen Oldtimer-Markt umgesetzt. Kein Wunder also, dass Fahrzeuge von anno dazumal nicht nur Liebhaber, sondern ebenso „Spekulanten“ anziehen. Auch steuerliche Erwägungen sprechen für mobile Antiquitäten: Gerade mal 191 Euro im Jahr werden für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen fällig. Doch der Markt ist mit Vorsicht zu genießen. Genau wie bei einer Aktie kann der Wert steigen, aber auch fallen. Man muss bereit sein, etwas zu investieren, um Renditen einzufahren. Ein Ford Granada wird kaum wertvoller als 10.000 Euro. Zwischen fünf und 10.000 Euro bekommt man selten einen Oldtimer, von dem man sagen könnte: ‚Dieser Kauf sichert meine Rente.‘ Wer mit der Anschaffung eines Vehikels aus vergangenen Zeiten liebäugelt, sollte den Kauf sorgfältig planen und auf dem Weg zur rollenden Rendite einige Grundregeln beachten: Auch wenn sie häufig glänzen, es bleiben alte Autos. Versteckte Mängel, Unfallschäden oder unsachgemäße Restaurierungen sind keine Seltenheit und mindern schnell den Wert. Darüber hinaus tummeln sich in diesem lukrativen Marktsegment Fälschungen, die in amerikanischen und osteuropäischen Garagen zusammengebastelt wurden, und an denen sich nicht eine Originalschraube befindet. lr
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