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Ruhrhalbinsel - Nachrichten |
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Großeinsatz in Byfang |
Kein Spiel, sondern eine ernste Übung
Ein Handwerker stürzt vom Dach der St. Barbara Kirche. Sein Lötkolben setzt die Kirche in Brand. Abgelenkt vom Feuer fährt ein Kleinwagen in eine Mauer am Kirchenvorplatz. Die beiden Insassen sind schwer verletzt. Dieses Szenario spielte sich Anfang November in Byfang ab – zum Glück nur gespielt, eine Übung. Genauer gesagt war es die gemeinsame Jahresabschlussübung der Freiwillgen Feuerwehren Byfang, Burgaltendorf und Niederwenigern. Am 9. Juni 1909 wird in Byfang die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr beschlossen. 16 junge Männer stellen sich an diesem Tag zur Verfügung, um ihren Mitbürgern bei Bränden und Katastrophen ehrenamtlich und unentgeltlich zu helfen – getreu ihrem Wahlspruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!“ Und dieses Motto gilt bis heute. Die Freiwillige Feuerwehr Byfang feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums fand die jährliche Großübung diesmal in Byfang statt. Es dauerte nicht lange nach dem Notruf, als die ersten Helfer an der St. Barbara Kirche eintrafen. Während die Feuerwehrmänner aus Byfang und Niederwenigern zunächst mit der Brandbekämpfung im Dachbereich und der Menschenrettung aus der Kirche beschäftigt waren, holte die Besatzung des Burgaltendorfer Löschgruppenfahrzeuges schweres Gerät hervor. Mit einer hydraulischen Rettungsschere zerlegten sie den verunfallten Pkw. Erst jetzt war es den Rettungskräften möglich, den Fahrer zu retten und dem Rettungsdienst des DRK zu übergeben. Viele Bürger verfolgten das spektakuläre Geschehen an der Kirche, bis schließlich gegen 16 Uhr der Übungsleiter der FF Byfang, Rolf Brochhagen, die Übung für „erfolgreich beendet“ erklärte. Danach wurde gefeiert, mit Bier und Bratwurst. Und gerade die wackeren Helden, die unter ihrer Atemmaske schwitzen mussten, werden sicherlich das kühle Pils zu schätzen gewusst haben. lr
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