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Ruhrhalbinsel - Nachrichten |
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Auf zum Hundsnocken |
25 Jahre Bergbaumuseum Paulushof
Viele Heisinger haben sich dieser Tage etwas gewundert, dass „ihr“ Bergbaumuseum im Paulushof erst 25 Jahre alt ist. Denn irgendwie gehören die liebevoll und detailliert gestalteten Räume im Keller der Seniorenresidenz einfach zum hiesigen Kulturleben dazu. Jedes Kind war dank der gut laufenden Kooperation mit den Heisinger Schulen sicherlich einmal zu Gast, um sich anzuschauen, wie das mit der Kohle und dem Berg drumherum so genau funktioniert hat. Aber tatsächlich wurde ja auch der Paulushof erst 1984 gebaut, und im Zuge dieser Planungen kam Pastor Werner Hammacher auf die Idee, eine Erinnerungsstätte für die Bergleute zu schaffen, die ihr Brot entweder auf Carl Funke oder einer der zahllosen anderen umliegenden Zechen verdient hatten. Retrospektiv kann man ihn für diesen Einfall nur beglückwünschen, denn auch wenn Carl Funke bereits 1972 stillgelegt wurde, so sind die Erinnerungen doch höchst lebendig geblieben und werden mindestens einmal im Jahr am Tag des Bergmanns, oder eben jetzt zur Jubiläumsfeier des Museums, ausgetauscht. Hierfür verantwortlich sind die Mitglieder des Vereins, die unermüdlich und mit vielen größeren und kleinen Aktionen dafür Sorge tragen, dass ihr Kleinod nicht in Vergessenheit gerät. Deshalb verwundert es nicht, dass Renate Linder und Heinz Schrär viel lieber darüber reden, was der Museumskreis sich alles vorgenommen hat und was in Planung ist, als sich gemütlich der Vergangenheitslobhudelei hinzugeben. „Wir kooperieren im kommenden Jahr unter anderem mit der Bürgerschaft, denn wir haben uns vorgenommen, den Hundsnocken zu restaurieren“, erklärt Heinz Schrär ein wenig stolz. Zu recht, denn die Realisierung wird wohl ein stattliches Sümmchen verschlingen. Aber der Hundsnocken ist ja nun auch nicht irgendetwas, sondern laut Schrär das älteste Maschinenhaus, das im Ruhrgebiet noch steht. Seine Aufgabe war der Wasserabtransport aus dem Schacht, denn mit Wasser wär „das mit der Kohle“ ganz schön schwierig geworden. Dennoch, allein mit dem vorhandenen Wildwuchs werden die Bergbaufreunde ganz schön zu kämpfen haben, was aber keinen großartig abschreckt. Schließlich haben die 45 Mitglieder des Museumskreises in den vergangenen 25 Jahren schon ganz andere Sachen geschaukelt. Da nimmt man den Hundsnocken eher sportlich. Belohnt für ihre bisherigen Mühen wurden sie denn auch hochoffiziell von der Post, die eigens zum Jubiläum einen Sonderstempel mit Carl Funke-Emblem kreierte. Dann wollen wir hoffen, dass den nächsten Stempel ein funkelnagelneu renoviertes Maschinenhaus ziert. tine
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