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Ruhrhalbinsel - Nachrichten |
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„Hokus Lokus“ ... |
Die Hohnsteiner Puppenbühne zu Gast in Burgaltendorf
Es gibt Sachen, die gehen einfach immer. Auch in Zeiten von Eisbärfellen, die den Herzschlag der Mutter nachahmen, Teddies, die selber laufen, singen und wahrscheinlich, je nach Programmierung, auch noch Kaffee kochen können, sind Kasper und Sepperl nach wie vor absolute Stars in der Spielzeugszene. Denn egal, was für Technikspielzeug der Steppke Zuhause liegen hat, kommt die berühmte Handpuppen-Kombo auf die Bühne, sind sie alle mit Feuereifer dabei und fiebern mit bei der spannenden Suche nach dem Geschenkesack des Nikolauses. Zumindest die Burgaltendorfer Kinder gaben sich bei der vergangenen Weihnachtsaufführung alle Mühe, den Räuber Hotzenplotz davon zu überzeugen, dass ehrlich zu sein viel besser ist, als zu klauen. Tja, und da es sich bei der besagten Aufführung um eine Inszenierung der Hohnsteiner Puppenbühne handelte, hat das auch wunderbar funktioniert, denn bei dieser Lesart verzichten die Akteure gänzlich auf Gewalt und lösen ihre Probleme mit Witz und Köpfchen. Also eigentlich ein wenig wie Wickie, nur schon wesentlich länger. Während bei den Konkurrenzbühnen meist das Krokodil mit der Kasperklatsche verhauen wird, schwören die Hohnsteiner seit 1921 auf völlige Gewaltfreiheit. „Ältere erinnern sich an den Hasen Cäsar und Plumperquatsch, das lief damals sogar im Fernsehen“, erzählt Stephan Tränkler, schon in vierter Generation Puppenspieler und nach wie vor begeistert von Gretel und Co. Die Kinder im Foyer der evangelischen Kirche teilten seinen Enthusiasmus und freuten sich schier kaputt über die alten Kalauer vom „Schnapfelsaftkuchen“ oder dem Klassikerzauberspruch „Hokus-Lokus“, beziehungsweise „Hokus Krokus“. Hand auf’s Herz, als Kinder haben wir auch Tränen darüber gelacht, warum sollten wir das unseren Kindern nicht gönnen – manche Sachen gehen halt eben immer. tine
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