Wir rufen Sie zurück
Unsere Anzeigenberater
Startseite
Lokal-Nachrichten
Neues aus der Geschäftswelt
Mediadaten
Post
Reisen
Internet
Info
Ruhrhalbinsel
Hattingen
Unabhängig & überparteilich

Reisen

Partnerprogramme

Mit neuem Selbstverständnis ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten
Mit neuem Selbstverständnis ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten

Ruhrhalbinsel - Nachrichten

Mit neuem Selbstverständnis ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten

Mit neuem Selbstverständnis

Frühaufsteher verstehen die Verpflichtung

„Steht auf, wenn Ihr Essener seid“ – wie gut das tat, als dieser Ruf beim letzten Heimspiel gegen die Zweitvertretung des FC Schalke 04 ertönte.
Über 6000 Fans standen und stimmten applaudierend ein, feierten später das 1:0 über den Erzrivalen, der in Fankreisen, so sagt man, eigentlich nur Herne Ost heißt. Aber wir haben momentan absolut keinen Anlass zur Häme, das können wir uns in keinster Weise leisten. „RWE ist wer, war wer, bleibt wer“. Die Worte fallen schwer momentan, das ist uns allen klar, der aktuelle Tabellenplatz sieben in der vierten Liga, 13 satte Punkte Rückstand auf den Ranglistenersten Sportfreunde Lotte sind eine harte Lektion in Sachen Demut.
Vor einigen Wochen, im Rahmen der Trennung von Thomas Strunz, dem damaligen Geschäftsführer Sport, sprach ich von einem „Paradigmenwechsel“. Gemeint ist damit eine durchaus radikale Änderung des Blickwinkels, ein neues Denkmodell, ein Wandel des Selbstverständnisses. Wir hatten vor knapp 18 Monaten einen Fünfjahresplan, der uns zurück auf die Bühne der zweiten Bundesliga führen sollte. So weit schauen wir nicht, das wäre arrogant, wir leben im Hier und Jetzt, auf dem Boden der viertklassigen Tatsachen. Eine Einstellung, die uns aktuell sicherlich ziemlich gut zu Gesicht steht. Natürlich begegnet man RWE, dem Team, den Trainern und Club-Verantwortlichen heute stellenweise mit Kopfschütteln. Oft auch mit Aggressivität, mit Zorn, der auch betroffen macht. Gleichzeitig machen genau solche Emotionen – auch wenn das jetzt vielleicht absurd klingt – richtig Mut, denn erst wenn man sich nicht mehr aufregen würde, wäre uns allen deutlich, dass unser Verein wirklich am Ende ist. Dann, wenn man uns mit Gleichgültigkeit, mit Achselzucken begegen würde, dann würde das rot-weisse Schicksal niemanden mehr interessieren.
Wie gesagt, beim letzten Spiel 2009 waren über 6000 Anhänger dabei, genau das treibt uns an, das ist Verpflichtung, den Optimismus, dass wir RWE wieder in die Spur bekommen, nicht sterben zu lassen. Unsere Fans von der Ruhrhalbinsel wissen doch genau, wovon hier die Rede ist, sonst würden sie den Weg aus dem Essener Süden zur Spielstätte im Norden unserer Stadt doch nicht ständig antreten. Das ist echte Vereinstreue, ein hohes emotionales Gut, mit dem wir als Verantwortliche von RWE sorgsam umgehen müssen – und auch werden.
RWE soll eigentlich ein Aushängeschild für Essen sein, für die Kulturhauptstadt 2010. Momentan fällt die Identifikation bestimmt schwer, sowohl Unternehmen als auch Anhängern. Die Tatsache, dass wir sportlich weit hinter unseren Zielen hinterher hinken, dass wir wirtschaftlich kein Geheimnis aus unseren Problemen machen müssen und die mehr als unsägliche Diskussion um das neue Stadion – ob es kommt oder ob es doch Utopie ist – sind alles Aspekte, auf die wir nicht stolz sind. Und trotzdem gibt es die Sponsoring-Partner, trotzdem gibt es die Anhänger, die uns berechtigt kritisch begegnen, uns aber nicht fallen lassen, die Ruhrhalbinsel ist doch beispielhaft rot und weiss. Wichtig ist, Partnern und Fans mit Transparenz zu begegnen, sie weiterhin einzuladen, jetzt erst recht unseren Weg zu begleiten.
Das 1:0 gegen Königsblau war hilfreich, der Auswärtsauftritt in Saarbrücken am 13. Februar hat allerdings keine geringere Bedeutung, genau wie alle weiteren noch folgenden 14 Begegnungen der Saison 2009/2010. Rot-Weiss Essen hat beeindruckende Tradition, die für uns enorme Motivation darstellt. Unsere Mannschaft ist sich dessen mehr als bewusst, jeder weiß, das sportliche Kapitel, das zur Zeit geschrieben wird, produziert lediglich Wehmut. Keiner fühlt sich mit dem mittelmäßigen Tabellen-Status in der Regionalliga West wohl, kein Akteur, kein Trainer, kein Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied. Und wir wissen – auch keine Frühaufsteher, die den Weg von der Ruhrhalbinsel in den Essener Norden auch weiterhin alle 14 Tage antreten sollen.

Stefan Meutsch,
1. Vorsitzender, Rot-Weiss Essen

zurück zur Übersicht
Mit neuem Selbstverständnis ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten
01.08.2010

Webkatalog

Familiennamen + Wappen
Mit neuem Selbstverständnis ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten Mit neuem Selbstverständnis ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten