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Frühaufsteher der ersten Stunde: Ralf Peter Sommer
Am 7. Januar 2010, also genau vor einem Monat, ist mein damaliger Agenturpartner und Frühaufsteher-Mitbegründer Ralf Peter Sommer verstorben. Wir haben 13 Jahre lang intensiv, kreativ – und nicht selten äußerst erfolgreich – zusammen gearbeitet und uns auch nach seiner Erkrankung nicht aus den Augen verloren. (Man stelle sich vor: ein Wehrdienstverweigerer und ein Nachrichten-Offizier, was für ein Gespann). Selbst für einen Profi ist es in solchen Momenten schwierig, die richtigen Worte zu finden. Ralfs Charakter zu beschreiben, fällt mir indess leicht. Kaum habe ich einen so gutmütigen, zuverlässigen, loyalen und hilfsbereiten Menschen kennen gelernt. Erst jetzt wird mir der Verlust so richtig bewusst. (Wir haben vor lauter Terminstress unser „Vorweihnachtsbierchen 2009“ verpasst – mein Fehler). Zu den allerbesten Eigenschaften aber dürfte Ralfs Familiensinn zählen. Wenn er von seinen Söhnen Sebastian und Daniel sprach, war der Stolz stets unüberhörbar. In seiner seltenen freien Zeit war er eben immer der engagierte „Chef-Coach“ seiner Jungs. Da hab ich mich oft geschämt, dass ich das nicht so gut kann. Ralfs berufliche Fähigkeiten habe ich allerdings von Anfang an erkannt und wie folgt beschrieben: „Ein Techniker vor dem Herrn!“ Man ahnt eben manchmal nicht, was man da eigentlich sagt. Aber um nun im Bild zu bleiben, sollten „dort oben“ Kommunikationsprobleme (elektrotechnisch, analog oder digital) bestehen – sie haben ja jetzt den Besten zu sich geholt. Der Mann konnte nämlich auf Erden wirklich alles reparieren. Nur nicht sein gutes Herz. Stephan Kaufmann
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