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Hattingen - Nachrichten |
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Tanzen im Sitzen |
Von fliegenden Tüchern und vergnügtem Lachen beim Kneipp-Verein
„Tanzen im Sitzen – oft erst belächelt und abgelehnt, doch dann geliebt“, so beschreibt Übungsleiterin Barbara Schulze den Kurs, den sie nun regelmäßig in den Räumen des Kneipp-Vereins Hattingen an der Schulstraße anbietet. Angesprochen mit diesem Angebot sind vor allem Personen, die aufgrund ihrer körperlichen Möglichkeiten eingeschränkt sind; beispielsweise durch eine überstandene Knieoperation. „Doch keiner soll deswegen ausgeschlossen sein“, sagt Barbara Schulze, die sogar den Geschäftsführer des Kneipp-Vereins, Heinz Brincker, dazu animieren kann, bei den auf einem Stuhl ausgeführten Übungen mitzumachen. Und so übt sich der 70-Jährige zusammen mit seinen weiblichen Mitstreiterinnen darin, mit Musikuntermalung Kissen auszuschütteln, zu fegen, Gäste mit offenen Armen zu empfangen, Klanghölzer aneinanderzuschlagen und, nein, nicht mit wehenden Fahnen unterzugehen, sondern mit schwebenden Tüchern eine leichte und verspielte Atmosphäre zu schaffen, die den zumeist etwas älteren Damen sichtlich Spaß macht. Davon zeugt auch das oftmals hörbare laute und vergnügte Lachen im Übungsraum. Für Heinz Brincker ist es ohnehin Ehrensache, alles auszuprobieren, was im Rahmen des Kneipp-Vereins angeboten wird, also auch diese Verbesserung der Feinmotorik und Koordination: „Wenn mich jemand fragt, muss ich doch wissen, wovon ich rede.“ Möglichkeiten, sich an der Schulstraße und auch in den wasserbezogenen Angeboten in der Südstadt zu bewegen, gibt es genug: Von der Gymnastik im nassen Element, über Tai Chi, Tanzen (hier gibt es sogar zwei Kurse mit insgesamt 45 Teilnehmerinnen – leider ohne jede männliche Verstärkung...), Aqua-Aerobic, Qigong und Radfahren, geht es bis zum Kreativkreis Massage und Vorträgen zu gesundheitlichen Themen. Nach und nach sollen die Kurse weiter aufgebaut werden, nachdem der Kneipp-Verein seit dem 1. August 2009 nun in den Räumen an der Schulstraße sein eigenes Domizil gefunden hat. „Allerdings noch ohne eine Anlage zum Wassertreten, woran natürlich die meisten denken, wenn sie Kneipp hören“, sagt Heinz Brincker, der aber optimistisch ist, dass es in dieser Angelegenheit in naher Zukunft „ertragreiche“ Gespräche mit Stadtvertretern geben könnte. Doch darum kümmern sich die „Sitz-Tänzerinnen“, die sich heute eingefunden haben, erst einmal nicht. Angeleitet von der eigentlich als Kirchenmusikerin tätigen Barbara Schulze, die wie alle Kneipp-Übungsleiterinnen eine spezifische Ausbildung absolviert hat, genießen sie die oftmals altbekannten Melodien und die Umsetzung verschiedener Themen wie Hausputz oder Backen. „Da bewegt sich der Körper wie von selbst“, hat Schulze schon oft beobachtet, auch wenn Mitstreiterin Gabriele Nolle zugibt: „Ein bisschen ungeübt im Koordinieren ist man anfangs schon.“ Doch das ist alles andere als schlimm in dieser entspannten Atmosphäre, in der auch das Gespräch miteinander nicht zu kurz kommen soll. Und das ist ja normalerweise kein großes Problem, wenn mehrere Frauen zusammenkommen ... Informationen zu den Angeboten des Kneipp-Vereins erhalten Sie unter Telefon: 3445999 oder persönlich in den Vereinsräumen an der Schulstraße 49. greis
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