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Die Sportfreunde machen’s möglich ++ Hattingen ++ Nachrichten
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Die Sportfreunde machen’s möglich ++ Hattingen ++ Nachrichten

Die Sportfreunde machen’s möglich

Ein Freundschaftspiel und ein Trainer, der in Niederwenigern seine private und sportliche Heimat fand

„Die Sportfreunde Niederwenigern sind eben ein echter Dorfverein“, sagt Jürgen Margref, seines Zeichens Trainer des Fußball-Bezirksligisten aus Hattingen. Und er meint das ausschließlich im positiven Sinne. Denn bei diesem Club fühlt er sich wohl, dort kann er nach seinen Vorstellungen arbeiten, und dort hat er keinen unnötigen Druck, den es auch in diesen Leistungsklassen schon häufig genug bei den Vereinen gibt.
Gerade hat er seinen Vertrag um ein Jahr verlängert, seit 2004 ist er schon auf dem Glückauf-Sportplatz als Coach aktiv. Mit wachsendem Erfolg und mit immer besserer Umsetzung des auf Kunstrasen nötigen und möglichen Fußballs. „Die Umstellung von alten Gewohnheiten auf dem Ascheplatz schreitet voran. Auf Kunstrasen und im modernen Fußball ohnehin muss es schnell gehen, mit wenig Ballkontakten. Und das wird immer besser“, sieht Ex-Profi Margref deutliche Fortschritte. Die jedoch nichts daran ändern, dass bei den Sportfreunden nach „Dorf-Maßstäben“ gemessen wird. Das beginnt bei den sportlichen Ansprüchen. In seiner Bezirksliga-Staffel liegt das SF-Team aussichtsreich in einer Fünfer-Spitzengruppe, hat bisher lediglich zweimal verloren (beide Male gegen ETB SW Essen II). Nach oben scheint noch alles möglich, doch – zumindest offiziell – verlangt das von den Akteuren auf dem Platz und dem Trainer niemand. „Klar, die Spieler wollen die Chance ergreifen, wenn sie da ist“, kennt Margref seine Schützlinge, „und bisher hat uns ja auch noch kein Gegner an die Wand gespielt.“ Doch sollte der Aufstieg in diesem Jahr nicht gelingen, ist das kein fußballerischer Beinbruch: „Wir gehen lieber den Weg, den wir bisher eingeschlagen haben, weiter. Wir setzen auf die eigene Jugend und auf die Ausbildung unserer Trainer. Das ist sinnvoller als kurzfristiger Erfolg durch dazugekaufte Spieler von außerhalb.“ So hat sich die Mannschaft in der Winterpause, die heute mit dem Spiel bei RW Mülheim beendet werden soll, wenn der Wettergott mitspielt, nur mit einem neuen Namen geschmückt: Andreas Weinberger kommt vom TuS Heven und soll das Mittelfeld verstärken.
Er wird eine Mannschaft vorfinden, deren Stärke vor allem der Zusammenhalt ist, wie Jürgen Margref betont: „Die Jungs sind fast ausnahmslos aus der eigenen Jugend, sie unternehmen auch viel außerhalb des Fußballs zusammen.“ Und auch wenn es darum geht, das Fußballspielen überhaupt möglich zu machen, packen alle mit an: So beispielsweise bei diversen Schneeräumaktionen, um auf dem Kunstrasenplatz Training oder Freundschaftsspiele zu ermöglichen. So wie die Partie gegen RW Essen, die zustande kam, weil die Rot-Weissen kurzfristig einen Gegner suchten und Margref natürlich noch genügend Kontakte zu seinem alten Club unterhält. Die Begegnung ging zwar 1:8 verloren (Martin Kniest gelang das Gegentor), doch neben 350 Zuschauern war auch Abteilungsleiter Bertold Pieper sehr zufrieden: „Ein unterhaltsames Spiel, alles völlig entspannt, und ein hochklassiger Gast, der sich ganz toll mit seiner kompletten ersten Mannschaft präsentierte.“ Da bekam auch der Gast aus dem Essener Norden mit, was bei einem kleinen Dorfverein in einer Nachbarstadt alles auf die Beine gestellt werden kann.
So wie es auch Jürgen Margref immer wieder festgestellt hat, der übrigens hauptberuflich eine Fußballschule in Duisburg leitet und Spieler vermittelt (unter anderem gehört David Odonkor zu seinen Klienten, auch Trainer Mirko Slomka half er bei der Suche nach einem neuen Verein). Margref hat in Niederwenigern seine Heimat gefunden und fühlt sich rundum wohl bei seinem Verein. Und das nicht zuletzt, „weil ich ein wunderschönes Mädchen aus dem Dorf geheiratet habe“ (kann der Autor dieser Zeilen nur bestätigen … !) und er mit seiner Familie dort auch lebt, ganz in der Nähe des Platzes. Und daran könnte und soll auch ein Angebot eines höherklassigen Clubs so schnell nichts ändern.
greis

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01.08.2010

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