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Wer wird das NRW-Ruder-Talent? ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten
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Wer wird das NRW-Ruder-Talent? ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten

Wer wird das NRW-Ruder-Talent?

Über 300 Rudernachwuchs-Kinder beim Zwölfkampf in Kupferdreh

Kupferdreh rief – und es kamen 314 Kinder im Alter zwischen sieben und 14 Jahren aus 22 Rudervereinen, um bei der 18. Talentiade des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes die Besten eines jeden Jahrganges auszumachen.
Unter der Leitung der Ruderriege TVK Essen wurden zwischen 10 Uhr morgens und 16 Uhr nachmittags zweimal sechs Übungen absolviert. Am Ende fand die große Siegerehrung durch den Vorstand der Ruderjugend NRW, Christian Schlüter, Veranstaltungsleiter Ulrich Bäumer und Ruder-Juniorenweltmeister Timo Piontek, statt. Glückliche Gesichter und die jubelnde Tribüne ließen erahnen, dass es wiederum gewaltig Spaß gemacht hatte.
Zum Ende der weitgehend ruderfreien Wintersaison hatten sich einige Kräfte und gewaltige Motivation angesammelt. Der Winter war hart, das eigentliche Ruderrevier, die Flüsse, Kanäle und Seen lange Zeit zu kalt beziehungsweise sogar zugefroren – da blieb viel Zeit für Training und Spiele in der Halle: die geeignete Vorbereitung für die „Kinder-Talentiade“.
Die zwölf Stationen, die von den Nachwuchssportlern im Laufe des Tages zu bewältigen waren, setzten sich eher aus allgemeinsportlichen Übungen zusammen. Sie sollten vor allem Fitness, Beweglichkeit und das Körperbewusstsein schulen. Beim Kasten-Bumerang-Test, Sprint durch Reifen, Medizinballschwung, Seilchenspringen oder Fußballslalom mit Torschuss waren Koordination und Geschicklichkeit sowie alle Muskelgruppen gefragt. In diesem Sinne handelte es sich mehr um einen spielerischen Test, denn um einen Wettkampf auf Millimeter und Hundertstelsekunden. Trotzdem und ganz wichtig: er gibt einen Aufschluss über den Fitnessgrad des jeweiligen Kindes. Sogar der NRW-Landestrainer Ralf Wenzel hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich vorbei zu schauen.
Interessant war auch, dass Maren Derlien, deutsche Nationalmannschafts-Ruderin aus dem Frauen-Achter und -Zweier bei den Olympischen Spielen in Peking, vor Ort war. Zusammen mit Detlev Seyb präsentierte sie aktuelle Ruderpresse und Ruderkalender sowie das Ruderportal „Mein-Ruderbild.de“, das tolle Schnappschüsse von der Veranstaltung präsentiert.
Das Rekordmeldeergebnis bescherte den Kupferdrehern eine fast überbrodelnde Sporthalle – logisch bei über dreihundert Kindern, aber alles war geregelt und lief letztlich perfekt ab. Dabei hatten die verschiedenen Teams der Ruderriege TVK Essen alle Hände voll zu tun: Ob bei der Essens- und Getränkeversorgung, mit den vielen helfenden Händen der Rudereltern unter der Leitung von Ulrike und Wolfgang Rosenberger, der Logistik um die zwölf Wettkampstationen oder der Erfassung der Wettkampfdaten und deren computertechnische Umsetzung.
Am Ende zählte dann vor allem: blitzschnell fertig werden, damit die Siegerehrung stattfinden kann. Dabei gibt es stets einen besonderen Clou: Statt der üblichen Medaille erhalten die drei Top-Talente eines Jahrganges neben einer Urkunde den traditionellen „Rigger-Schlüssel“. Mit diesem werden jeweils die Ausleger ihrer Ruderboote abgeschraubt, wenn es mit dem Bootshänger zum Wettkampf ans Wasser geht.
Dr. Michael Evers

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01.08.2010

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