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Hattingen - Nachrichten |
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„Melange“ ist die bunte Mischung |
Lesungen und Kaffeehauskultur in Hattingen
Genuss auf mehreren sinnlichen Ebenen: Diesem Anspruch hat sich „Melange“, die „Literarische Gesellschaft zur Förderung der Kaffeehauskultur“ aus Dortmund verschrieben. Und auch Hattingen kommt mittlerweile in den Genuss regelmäßiger Lesungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In der Gastronomie der Henrichshütte steht am 1. April ab 20 Uhr passend zu den Ostertagen ein äußerst interessant aufbereitetes religiöses Thema auf dem Programm. Peter Schütze rezitiert stimmgewaltig aus „Ich, ein Jud“ des Philosophen Walter Jens. Die zwielichtige Gestalt des Judas Ischarioth beschäftigt bis heute nicht nur die Theologen, sondern auch die Schriftsteller. Einer der spannendsten literarischen Versuche über diese Figur stammt eben von Walter Jens, dem langjährigen Tübinger Rhetorik-Professor. In seiner „Verteidigungsrede“ legt der Jünger in einem Monolog vor Gekreuzigtem und Publikum, der Christenheit, Rechenschaft ab. Passend zur Osterzeit lassen die Fragen um Schuld und Schicksal, um Verrat und Liebe die Passion Christi in einem ganz anderen Licht erscheinen. Rund 200 Vorstellungen im Jahr veranstaltet Melange, zumeist bleibt das Publikum in den absichtlich kleinen Cafes und Restaurants in überschaubarem Kreis; doch das ist nach Meinung von Geschäftsführer Dr. Thomas Eicher kein Manko, sondern genau das, was angestrebt ist: „Wir bieten eine Mischung aus ansprechendem Ambiente und qualitativ hochwertigen Lesungen. Das ist Unterhaltung und Wissensvermittlung in entspannter Atmosphäre bei Wein, Kaffee und Kuchen. Und dabei wählen wir bewusst kleine Raumgrößen.“ Die Themen und Schwerpunkte wechseln, mal nach Autoren, mal nach Ländern oder Genres zusammengestellt. „Wir möchten ein Publikum erreichen, das zuhören möchte und neugierig ist auf neue kulturelle Erlebnisse und Erfahrungen“, beschreibt Dr. Thomas Eicher das Konzept. Für den Abend in der Henrichshütte verspricht er den Gästen, die nach den bisherigen Erfahrungen zumeist älteren Semesters sind, ein bewegendes Programm: „Peter Schütze ist eine Klasse für sich.“ Los geht‘s am 1. April um 20 Uhr in der Gastronomie des Industriemuseums, Telefon: 02324/9247-140. Der Eintritt beträgt 10 Euro. greis
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