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Hattingen - Nachrichten |
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Präsentieren, bestaunen, tauschen |
Die Briefmarkenfreunde Hattingen laden am 25. April wieder ein
Die alten Preußen haben mit ihrem Hang zur peniblen Bürokratie Wolfgang Dederichs ein spannendes Hobby beschert. Denn der in zahlreichen Funktionen für die Briefmarkenfreunde Hattingen aktive Philatelist sammelt unter anderem alles, was mit dem Formular C154 zu tun hat. Dieses Formular wurde von den Preußen eingeführt und unter dieser Bezeichnung verwendet. Die umgangssprachliche Übersetzung: Postkarte. Wolfgang Dederichs interessiert sich besonders für die, auf denen die Briefmarke bereits aufgedruckt ist. So hat jedes Mitglied der Hattinger Briefmarkenfreunde sein Spezialgebiet: Auf Schienenfahrzeuge und Seilbahnen auf Ganzsachen beschränkt der eine seine Sammelleidenschaft, Zensurpost, Getreide, Ersttagsblätter BRD oder Correspondenzkarten sind die Einschränkungen für andere. Und alle Briefmarkenfreunde sind natürlich darauf aus, mit Gleichgesinnten zu tauschen und ihre „Schätze“ zu präsentieren. Das können sie besonders gut auf einem der sogenannten Großtauschtage, dessen nächste Auflage bei den Hattingern am 25. April von 9 bis 14 Uhr in der Aula und im Foyer der Realschule Grünstraße auf dem Programm steht. Durchschnittlich 100 Besucher aus dem Ruhrgebiet und auch teilweise darüber hinaus finden sich dann erfahrungsgemäß ein, bewaffnet mit Pinzette und Lupe, lassen sich an einem der 60 aufgebauten Tische nieder, begutachten, vergleichen, bestaunen und präsentieren. Gestärkt im übrigen auch durch Kaffee (wofür der Verein auch einen Gutschein spendiert, der beim nächsten Großtauschtag eingelöst werden kann!), Kuchen und belegte Brötchen, begleitet durch Händler mit vielseitigen Angeboten und auch ausgestattet mit Grabbeltischen für die Junioren-Philatelisten. Im kleineren Kreis geschieht das im übrigen auch an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr, wenn die regelmäßigen Treffen in der Räumen an der Schulstraße anstehen. Das geht für die Hattinger Briefmarkenfreunde nun schon seit über fünf Jahrzehnten so, 2009 wurde das 50-jährige Jubiläum groß gefeiert; sogar inklusive einer Postkutsche, die durch die heimischen Straßen fuhr. Für die Sammler hat Hattingen einiges zu bieten. So wurden bereits im 19. Jahrhundert von der Henrichshütte die ersten Privat-Postkarten aufgelegt, dort gab es dann auch schon bald vollständige Dokumente mit aufgedruckten Wertzeichen, die das Anlecken der Marken schon sehr früh überflüssig machten. Hattingen scheint also ein gutes und anregendes Pflaster für Briefmarkenfreunde zu sein, wie auch Wolfgang Dederichs unter Beweis stellte: Er gestaltete eigene Umschläge mit Wertzeichen, die das Bügeleisenhaus zeigen, und reichte sie zur Genehmigung bei der Post ein. Die Verantwortlichen dort waren mit seinem Entwurf einverstanden, so kam Dederichs, der auch gleichzeitig mit der „cbd Computertechnik Böhnke & Dederichs GmbH“ wichtiger Sponsor des Vereins ist, zu einem ganz persönlichen Sammelobjekt, das er auch gleichzeitig als „Visitenkarte“ verschicken kann. Weitere Informationen zu den Hattinger Sammlern: www.briefmarkenfreunde-hattingen.de. greis
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