| Unabhängig & überparteilich |
|
 |
 |
Ruhrhalbinsel - Nachrichten |
 |
Alle Barrieren sollen weg |
Baulich und finanziell ist beim TV Kupferdreh viel Arbeit zu bewältigen
Die Sportler und Verantwortlichen des TV Kupferdreh haben in den 133 Jahren des Club-Bestehens schon viel geleistet. Doch 2010 steht ihnen wortwörtlich ein Mammutprojekt ins Haus: Der Umbau des Vereinsheims am oberen Baldeneysee. Mit umfangreichen Maßnahmen soll dabei nicht nur die Bausubstanz verändert, sondern auch der Verein mit seinen über 2000 Mitgliedern und 17 Sportarten fit für die Zukunft gemacht werden. Betritt man momentan das Vereinsheim, sieht es stark nach Abbruch aus, Staub wabert durch die Luft. Das ist allerdings nötig, denn die letzte Teilrenovierung geschah in den 80-er Jahren. Spuren aus dieser Zeit und auch weit zuvor (die Einweihung fand 1935 statt) finden sich noch häufig, wie Vorsitzender Karsten Espey schildert: „Es tauchten plötzlich äußerst interessante Tapeten mit Motiven aus der Seefahrt auf, auch alte Fenster in Zwischenwänden und Pokalvitrinen haben wir entdeckt.“ So geht die Kernsanierung des Gebäudes voran, immer auch mit der Aussicht auf interessante Rückblicke in die eigene Vereinsgeschichte. Der erste Bauabschnitt, der das Obergeschoss des Gebäudes beinhaltet, soll Pfingsten abgeschlossen sein. Der Ausblick nach vorne, den die Verantwortlichen wagen, ist noch viel aufregender: Rund um das Vereinsheim herum soll später, wohl ab September, in Kooperation mit dem Franz-Sales-Haus bundesweit der erste integrative Wassersportstützpunkt entstehen. Dazu gehört vor allem der behindertengerechte und damit zwangsläufig barrierefreie Umbau inklusive Aufzug, sowie die Erweiterung der Umkleide- (jeweils 43 Plätze für Frauen und Männer) und Sanitärbereiche, von der aber auch alle anderen Sportler wie Läufer, Radfahrer und Skater profitieren. Vereinsübergreifend sollen Kurse und Workshops angeboten werden. So steht auch der Anbau einer eigenen Drachenboothalle auf der Agenda, in diesem Bereich ist der TV Kupferdreh seit 2006 ohnehin schon „mit im Boot“. Das umgebaute Vereinsheim soll darüber hinaus – mehr als ohnehin schon – dafür sorgen, dass soziale Kontakte zwischen den unterschiedlichsten Generationen stattfinden. Architektonisch gesehen wird es luftig und frisch, verglaste, ganz zu öffnende Schiebetüren in Richtung See laden in Zukunft ein, neben der Gastronomie, Fitness- und Jugendräumen ist dann auch die Geschäftsstelle des Vereins, die momentan an der Kupferdreher Straße 163 untergebracht ist, wieder an gewohnter Stelle beheimatet. Finanziell ist der TV Kupferdreh alles andere als auf Rosen gebettet. Insgesamt gilt es, ein Volumen von über 500.000 Euro zu schultern, aufgrund der Einfrierung der städtischen Zuschüsse muss der erste Bauabschnitt auf jeden Fall erst einmal aus eigenen Mitteln gestemmt werden. Espey ist froh, dabei auch auf die heimische Wirtschaft bauen zu können: „Momentan erfahren wir große Unterstützung durch die Firma Stauder.“ Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, online zu spenden (www.tvk-essen.de). Bodo F. Schmischke, im Vorstand für die Finanzen verantwortlich, unterstreicht die Wichtigkeit dieser Unterstützung: „Wir sind mehr als je zuvor auf die Hilfe von Mitgliedern und Förderern angewiesen. Das kann in Form von Geld-, aber auch Material- und Arbeitszeitspenden geschehen.“ greis
zurück zur Übersicht
|
|
|
|
 |
|