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Ruhrhalbinsel - Nachrichten |
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Kriminalität in Burgaltendorf |
Das Kleine Theater Burgaltendorf zeigt den Räuber Hotzenplotz
Ja, selbst das beschauliche katholische Pfarrheim in Burgaltendorf ist vor Diebstahl nicht sicher. Vor zahlreichen großen und kleinen Zeugen im Publikum gelang es dem schon seit Jahrzehnten gesuchten stadtbekannten kriminellen Hotzenplotz, erneut eine Kaffeemühle zu entwenden (wahrscheinlich hat ihm noch niemand gesagt, dass Kaffeemachen mit Senseo mittlerweile viel einfacher ist). Aber auch Räuber lieben offensichtlich alt Bewährtes, genauso wie die Kinder und Erwachsenen, die sich das bunte Spektakel um Kasperl und Seppel begeistert anschauten. Und deshalb war es egal, dass heute kaum noch jemand Kaffeemühlen benutzt, Seppel einen Seppelhut auf dem Kopf hatte und kein Cap und dass Kasperl für den bösen Zauberer Kartoffeln schälen und nicht Pommes in der Friteuse zubereiten musste. Die Geschichte von Otfried Preußler ist nach wie vor richtig schön, vor allem, wenn sie so liebevoll und detailverliebt umgesetzt wird wie von den kleinen Schauspielern des Jungen Theater Burgaltendorf. Die zehn bis vierzehn-Jährigen wurden nicht bloß mit tollen Kostümen und einem fast perfekten Bühnenbild unterstützt, auch schauspielerisch und textlich war das schon aller Ehren wert, was die neun kleinen Akteure da auf die Bühne gezaubert haben. Und wenn man bedenkt, dass der Zauberer Petrosilius Zwackelmann dieses Mal, streng nach Quote, durch seine Schwester Petrosilia Zwackelfrau ersetzt wurde, dann ist damit der zeitbedingten Innovation ja schon bereits genüge getan. Frau Zwackelmann hat ihren Verwandten übrigens glanzvoll vertreten. Eine gelungene Inszenierung, vor allem, wenn man bedenkt, dass das kleine Theater Burgaltendorf noch nicht einmal eineinhalb Jahre existiert. Dafür sind die insgesamt 18 Aktiven wirklich rührig, denn der Hotzenplotz ist beileibe nicht ihr Erstlingswerk. Während die Erwachsenen sich bereits als Vampire in der Burgruine vergnügten, haben auch die Kinder schon ein zehn- minütiges Stück aufgeführt. Quasi als Generalprobe für den Räuber. Die Erwachsenen zogen allerdings direkt nach und zeigten ihr Stück in der Gaststätte zur schönen Aussicht. „Wir suchen uns Stücke heraus, die zu Burgaltendorfer Lokalitäten passen“, erklärt Martin Hohendahl vom KTB. Da sind wir dann demnächst gespannt, was noch kommt. Geprobt wird übrigens Montagabend, die Kinder fangen um 18 Uhr an und die Erwachsenen um 19 Uhr. Wer will, darf gerne mitmachen. tine
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