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Mit Tränen nach Moskau ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten
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Mit Tränen nach Moskau

20 Jahre Austausch – der Abschied fiel den Überruhrer Gästen schwer

Kurz bevor der Flug S7 4892 der Siberia Airlines in Düsseldorf Richtung Moskau abhob, flossen viele Tränen.
Ein Ausdruck der Nähe, die in den Tagen zuvor zwischen Schülern zweier unterschiedlicher Kulturen entstanden war. Für die Angehörigen der Schule 1283 in Moskau ging es nach Hause, die Delegation des Gymnasiums Überruhr, das anlässlich des Jubiläums zum 20-jährigen Austausch zwischen beiden Schulen eingeladen hatte, sagte „Auf Wiedersehen!“
„Die Jugendlichen waren kaum voneinander zu trennen. Sie haben sich sehr angefreundet, eine hoffentlich bleibende Situation“, war auch Oberstudienrat Edmund Hundert, federführend in Sachen Russland am Gymnasium Überruhr, vom guten Verhältnis zwischen dem Nachwuchs beider Länder angetan. Am 12. März waren die osteuropäischen Schüler in Essen eingetroffen, lebten in Gastfamilien und hatten daneben ein straffes und interessantes Programm vor der Brust. Das reichte von der Teilnahme am ganz normalen Schulunterricht über Besuche des Ruhr-Museums, des Essener Münsters und des Kölner Doms, Theater-Vorführungen bis hin zum Schokoladen-Museum in Düsseldorf. Auch ganz praktische Dinge erfuhren und erarbeiteten sich die Gäste aus Russland. So wurden hier Stichproben eines „Deutschen Warenkorbes“ detailliert festgehalten, zurück in Moskau soll nun fleißig verglichen und die Ergebnisse dann natürlich auch nach Überruhr gesandt werden.
Offizieller Höhepunkt war dann der Festakt zum Jubiläum am Vorabend des Rückfluges nach Moskau. Doch viel stärker dürften beiden Seiten die Bande in Erinnerung bleiben, die während dieser Zeit geknüpft wurden. Was auch in Zukunft nicht anders werden soll. Angedacht ist als nächstes eine Reise mit den künftigen Zehntklässlern zum Gegenbesuch. „Das wäre die sinnvollste Fortsetzung der Kooperation“, blickt Edmund Hundert nach vorne. Im Rahmen des Festaktes – gewürzt und aufgelockert mit Gesang, Theater und Instrumentalmusik, aber auch Fingerfood und lockeren Gesprächen –, wurde vor allem deutlich, wie sehr die Zusammenarbeit der beiden Schulen auf positive Rückmeldungen stößt, auch und vor allem in Reihen der Politik. Das wurde in zahlreichen Grußworten lobend angesprochen, aber auch ganz einfach dokumentiert durch die Anreise zahlreicher ehemaliger Schüler des Gymnasiums Überruhr aus dem gesamten Bundesgebiet.
greis

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04.09.2010

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