| Unabhängig & überparteilich |
|
 |
 |
Hattingen - Nachrichten |
 |
Die Küchenschabe am Osterfeuer |
Schwofen, Schlamm und Spielmannszug in Niederwenigern
Am Osterwochenende sorgten viele in den Himmel lodernde Flammen für Einsätze bei der Hattinger Feuerwehr. Zum einen, weil sie mit ihren Löschzügen in verschiedenen Stadtteilen selbst der Veranstalter war, wie in Niederwenigern, zum anderen durch die Anrufe von uninformierten Anwohnern, die wegen unbekannter Rauchentwicklung Alarm schlugen. So unterstützte der Löschzug aus Niederwenigern zweimal die Hauptwache, um dann letztendlich feststellen zu können, dass es sich bei den befürchteten Bränden um angemeldete Osterfeuer handelte. Lediglich in Welper musste ein Betreiber sein Osterfeuer wieder löschen, da es sich zu nahe an angrenzenden Nadelbäumen befand. In Niederwenigern direkt war am Ostermontag alles bestens geplant und mit dem nötigen Drumherum versehen. Die Verpflegung stimmte bei leckeren Würstchen, heißen und kühlen Getränken, bei der Tombola wurde fleißig mitgemacht, der Spielmannszug Burgaltendorf sorgte für die mehr oder weniger passende musikalische Untermalung – so erfreute sogar das mexikanische Revolutionslied La Cucaracha („Die Küchenschabe“) die Gehörgänge der in Hunderterscharen erschienenen „Dorf-Bevölkerung“. Sogar die Parkplätze wurden immer knapper, je lauter das Feuer prasselte und je mehr die Dunkelheit sich herabsenkte. Die Gäste beim Osterfeuer schwoften mit, schauten verträumt ins Feuer oder wärmten sich bei kühler Witterung und zeitweiligem Nieselregen einfach nur an den meterhoch lodernden Flammen – einziges Manko, das die gute Laune etwas verdarb, war der schlammige Untergrund. Doch das tat der guten Gelegenheit, den nachbarschaftlichen Zusammenhalt wieder einmal auf traditionelle Weise zu stärken und auch neu Zugezogenen die Gelegenheit zu geben, sich gleich einmal an die alteingesessene Bevölkerung anzunähern, auch an diesem Osterfest keinen Abbruch. greis
zurück zur Übersicht
|
|
|
|
 |
|