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Schuldbewusst hinterm Steuer ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten
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Schuldbewusst hinterm Steuer ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten

Schuldbewusst hinterm Steuer

Kinder verteilen lächelnde oder traurige Smileys an Autofahrer

Wer kennt es nicht, dieses unangenehme, schuldbewusste Gefühl, wenn am Straßenrand voraus eine Polizeikelle geschwungen wird und damit zum Anhalten auffordert?
Da kann man noch so verkehrsgerecht unterwegs gewesen sein und alle Regeln der Straßenverkehrsordnung beachtet haben – dennoch ist beim Herunterkurbeln der Fensterscheibe der Gedanke da: „Was habe ich falsch gemacht?“ So oder ähnlich erging es den Autofahrern, die an der Nierenhofer Straße in Höhe der Kindertagesstätte „Klabauterhaus“ herausgewunken wurden.
Doch sie erwartete keine Sanktion durch die dort tatsächlich mit Lasergeräten postierten Polizeibeamten, sondern ein lächelnder oder traurig dreinschauender Smiley, überreicht aus Kinderhänden. Denn die Schüler der Klasse 4b der Kupferdreher Josefschule, die den Weg zur Nierenhofer Straße im übrigen zu Fuß absolvierten, hatten mit Unterstützung der Beamten von der Polizeiinspektion Süd, Bezirksdienst Kupferdreh, die Möglichkeit, den Autofahrern ihre Meinung zu sagen, und sowohl zu schnelles, als auch angepasstes Fahren entweder mit Gesichtern zu „honorieren“, deren Mundwinkel nach unten zeigten, oder die zufrieden und mit einem Grinsen dreinschauten. „Die Kinder bekommen durch eine solche Aktion das Gefühl, wie schnell die Autos unterwegs sein können“, beschreibt Polizeihauptkommissar Bodo Schäfersküpper den beidseitigen Nutzen der Aktion. „Die angehaltenen Leute hinterm Steuer werden auf diese gefährliche Stelle besonders aufmerksam gemacht.“ Denn gerade dieser Straßenabschnitt der Nierenhofer Straße hat es in sich, einen Bürgersteig gibt es dort nicht, um auf den spielenden Nachwuchs im und am „Klabauterhaus“ aufmerksam zu machen. Dessen Leitung hat zumindest durchgesetzt, dass es in beide Fahrtrichtungen Warnschilder gibt.
greis

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09.09.2010

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