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Ruhrhalbinsel - Nachrichten |
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Leistung muss sich lohnen |
Frühaufsteher-Interview mit Ralf Witzel
Am 9. Mai wird Ralf Witzel erneut für die FDP bei der Landtagswahl für den Essener Süden kandidieren. Schon seit Mai 2000 vertritt der gebürtige Essener unsere Region in Düsseldorf. Außerdem ist der Diplom-Kaufmann parlamentarischer Geschäftsführer und frisch gewählter „Parteivorsitzender Ruhr“ seiner Fraktion. Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem die Themen „Schule, Bildung, Jugend und Medien“. Trotz der wahlkampfbedingten Terminfülle hat sich der liberale Politiker Zeit für ein Gespräch mit dem Frühaufsteher genommen. Frühaufsteher: Wie lebt es sich mit dem „Kulturhauptstadt-Virus“? Ralf Witzel: Ausgezeichnet, dabei ist das Jahr noch jung, viele Ereignisse stehen ja noch bevor. Wichtig ist vor allem die Nachhaltigkeit. Vorbildlich ist zum Beispiel die Ruhrgebiets-Initiative „Jedem Kind ein Instrument“. Frühaufsteher: Dann sehen wir demnächst Ralf Witzel mit dem Segway auf der A 40? Ralf Witzel (lacht): Ich bin wirklich begeistert von der neuen Technik. Bei der FDP-Ostertour an der Ruhr hatten alle viel Spaß mit dem elektrischen Rollboard. Die längste Tafel der Welt am 18. Juli auf der A 40 werde ich selbstverständlich nicht verpassen – mit oder ohne Segway. Frühaufsteher: Dabei ist die Finanzlage vieler Ruhrgebietsstädte alles andere als feierlich. Ist die Debatte um den „Soli“ da nicht berechtigt? Ralf Witzel: Ich denke schon. Die Parteien hier im Ruhrgebiet sind sich diesbezüglich einig. Vor 20 Jahren war es richtig, die Einheit voran zu treiben. Das war eine gesamtdeutsche Aufgabe. Aber es ist ungerecht, wenn geförderte Regionen heute viel moderner ausgestattet sind als die Geberregionen. Im Klartext: Wir geben was, was wir nicht haben. Mittelfristig sollten wir einen früheren Ausstieg aus dem Solidarpakt hinbekommen. Über Nacht geht das aber sicher nicht. Frühaufsteher: Und der Bund müsste mitspielen. Ist die derzeitige Bundespolitik förderlich im NRW-Wahlkampf? Ralf Witzel: Als neuer Koalitionspartner einer Partei, die bereits in der Regierungsverantwortung stand, ist es manchmal schon schwierig – wir werden gerne in Mithaftung genommen für Entscheidungen im Bund, die das Land gar nicht verursacht hat. Aber die Richtung stimmt. Die vieldiskutierte Entlastung von Hotels ist beispielsweise nur als Anfang zu verstehen. Wir brauchen natürlich eine weiterreichende Entlastung für mittelständische Betriebe aller Branchen. Unser Motto: Leistung muss sich wieder lohnen. Frühaufsteher: An einer Frage kommt in dieser Redaktion kein Politiker vorbei: Kriegen wir in Essen ein neues Stadion? Ralf Witzel (lacht): An der Frage der Finanzierung kommt allerdings auch ein leidenschaftlicher Rot-Weiss-Fan nicht vorbei. Aber im Ernst, eine Großstadt wie Essen braucht im wahrsten Sinne des Wortes ein tragfähiges Stadion. Frühaufsteher: Da sag ich doch mal als Fan: Danke, danke ... ! (Das Interview führte Stephan Kaufmann.)
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