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Ruhrhalbinsel - Nachrichten |
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Sensibler Olympiasieger |
Wallach Fillus feierte seinen 30. Geburtstag
Ein wahrhaft biblisches Alter für ein Pferd hat er schon erreicht. Und noch immer wiehert er aufgeregt, wenn seine Besitzerin Tanja Kaliga sich der Weide nähert, auf der er neben dem alten Blaum-Hof in Byfang steht. Fillus, die „treue Seele“, der nun schon seit über 30 Jahren auf vier Beinen unterwegs ist. Den Großteil davon, 21 Jahre, kümmert sich Tanja Kaliga um den Westfalen, der ein bewegtes Leben hinter sich hat. Das aber offensichtlich nicht wirklich glücklich begann. „Man kann noch immer Narben sehen, die ihm schon in jungen Jahren zugefügt wurden“, erinnert sich die 38-jährige an die erste Zeit mit dem mit einem Herzfehler geborenen Wallach, der zu sensibel war, um ein taugliches Schulpferd zu werden. Auch seiner zugedachten Rolle als Springpferd konnte er nicht viel abgewinnen. Dann aber feierte er in der Dressur zahlreiche Erfolge, angefangen von einer Platzierung bei einer M-Dressur (kleine Info für reitsportunerfahrene Frühaufsteher: Das ist schon was!), diversen Stadtmeisterschaften bis hin zum Sieg bei der Ruhrolympiade. „Auch wenn er mal verweigert hat, er hat uns immer zurückgegeben, dass wir ihn gut behandelt haben“, sagt seine Reiterin, die ihm nach den sportlichen Erfolgen seinen wohlverdienten Ruhestand gönnt. Den verbringt Fillus mit seinem Weidefreund Lukas, einem Haflinger, ganz gemächlich, allerdings auch nicht ohne zwischenzeitliche – durchaus noch bemerkenswerte – „Spurts“ von Zaun zu Zaun. Seit elf Jahren hegen und pflegen ihn übrigens auch Tanja Kaligas Eltern in jeder freien Minute mit. Als für Fillus in seiner besten Zeit rund 25000 bis 30000 DM für einen Verkauf geboten wurden, war sich die Familie einig und sagte nein. Denn schon damals gehörte er fest dazu. Und das ist auch heute noch so. greis
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