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Ruhrhalbinsel - Nachrichten |
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„Abtrünnig“ |
Vanessa Dungs aus Burgaltendorf schreibt „die Chronik eines Vampirs“
Fahren Vampire vorzugsweise BMW und nutzen Mobiltelefone? Nun, im Romandebut „Abtrünnig“ von Vanessa Dungs tun sie das. Vor allem Titelheld Nicholas de Winter ist viel unterwegs, seit er sich – gegen alle Regeln – ausgerechnet in eine Sterbliche verliebt hat. „Vampir liebt Frau, ein Klassiker, ich weiß“, lacht die 30 Jahre junge Autorin. „Aber meine Vampire sind ja auch klassisch, keine aufgemotzten Aliens wie in manchen Filmen. Hexen kommen ebenfalls nicht vor. Ich finde Vampire allein schon fantastisch genug.“ Für die nachtaktiven Wesen mit den scharfen Zähnen hat die kaufmännische Angestellte im Personalwesen – nach eigenem Bekennen selbst „eine Nachteule“ – seit ihrer Kindheit eine Schwäche. Die durchweg positiven Reaktionen auf zwei bisher erschienene Kurzgeschichten haben sie nun zu ihrem ersten Roman ermutigt, der übrigens überwiegend in England spielt. „Meine Schwester lebt dort, und bei meinen Besuchen habe ich Oxford und Cambridge kennengelernt. Dort kann man Geschichte regelrecht fühlen.“ Die detailreichen Beschreibungen der Schauplätze machen es dem Leser tatsächlich leicht, in die außergewöhnliche Liebesgeschichte einzutauchen. Auch die Nebenfiguren sind präzise gezeichnet. Und die Annäherung der beiden ungleichen Protagonisten ist so verzwickt, wie es auch im realen Leben vorkommen soll. (Da muss man mitunter nicht einmal Vampir sein.) Doch lesen Sie selbst. Eines sei allerdings schon verraten: Das Romanende lässt reichlich Raum für weitere Entwicklungen. „Eine Fortsetzung ist „zufällig“ bereits in Planung“, gesteht die sympathische Burgaltendorferin augenzwinkernd. Das Schreiben hat sie gepackt. „Es entspannt mich, und manchmal habe ich das Gefühl, ich muss alles niederschreiben, damit oben im Kopf wieder Platz ist.“ Eventuell sogar Platz für einen Beitrag im Frühaufsteher? sk
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