Wir rufen Sie zurück
Unsere Anzeigenberater
Startseite
Lokal-Nachrichten
Neues aus der Geschäftswelt
Mediadaten
Post
Reisen
Internet
Info
Ruhrhalbinsel
Hattingen
Unabhängig & überparteilich

Reisen

Partnerprogramme

Stolzer Blick in den Himmel ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten
Stolzer Blick in den Himmel ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten

Ruhrhalbinsel - Nachrichten

Stolzer Blick in den Himmel ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten

Stolzer Blick in den Himmel

Ballons oft vom Winde „verweht“ – doch die Idee der Schachtzeichen wirkte

Gelbe Ballons am Himmel, um auf die ehemaligen Standorte von Zechen hinzuweisen? Das erschien mir zuerst und auch noch bis zum ersten Auflassen der aufgeblasenen „Schachtzeichen“ eher als eine völlig unnötige Schnapsidee. Doch als ich, der „greis“ aus dem Autorentrio, dann die runden „Wegweiser“ – mein erster war der über der Burg in Burgaltendorf – in der Realität zu Gesicht bekam, wandelte sich meine Einstellung.  
Mehr und mehr, je öfter ich während der Aktionstage auch durch das gesamte Ruhrgebiet fuhr, machte sich erst einmal Verwunderung bemerkbar: Darüber, wie viel und vor allem wo überall unter Tage gearbeitet worden war. Und später stellte sich dann sogar ein Anflug leichten Stolzes ein; darauf, Bewohner eines doch wohl ziemlich einzigartigen und besonderen Gebietes zu sein. Wie bei vielen Besuchern wich bei mir die anfängliche Skepsis und machte durchaus einer kleinen Euphorie Platz. Und so ärgerte es mich sogar, dass die Wetterverhältnisse es oft nicht zuließen, dass die Ballons aufstiegen auf die erlaubte Höhe von 80 Metern, die aber aus Sicherheitsgründen ohnehin selten erreicht wurde. So hatte beispielsweise der Ballon, der über dem Schacht Laura am ersten Tag der Aktion aufstieg, wegen eines kleinen Risses sogar gleich so große Luftprobleme, dass er wieder eingeholt, geflickt, wieder neu mit Gas gefüllt und erneut in den blauen Himmel entlassen wurde, direkt am Lauraberg in einem Privatgarten. Dort ließ sich aber keiner der zahlreichen Gäste die gute Laune verderben, und als dann auch noch die Sängervereinigung 1866 Bergmannslieder schmetterte, strahlten Sonne und Besucher gleichermaßen. Letztere wurden an allen Standorten mit umfangreichen und interessanten Programmangeboten verwöhnt, die aber nicht nur die einheimischen Anwohner ausgiebig nutzten. Sogar aus dem ferneren In- und Ausland entwickelte sich ein wahrer Ballon-Tourismus: Beispielsweise in Form einer Berliner Familie, die inklusive Nachwuchs eine Woche Urlaub im Ruhrgebiet machte und dabei von Ballon zu Ballon reiste. Oder vertreten durch eine österreichische Delegation in Kupferdreh, die erstaunt feststellte: „Hier ist es ja genau so schön wie am Ammersee.“ Ungewöhnliche Aktionen wurden geboten, wie die Taufe unterm Ballon in Überruhr, wo auch noch nachkommende Generationen angesichts der dort geschossenen Fotos neugierig fragen werden: Warum hing denn zu diesem Anlass ein gelber Ballon am Himmel? Das dürften auch die Franzosen, die sich als Reaktion auf die von Kindern in Kupferdreh gestarteten Luftballons bereits bei den Absendern meldeten, über die kleineren, gelben Flugkörper am heimischen Himmel gedacht haben. Auch unter dem Ballon über der Burgruine, der in Burgaltendorf auf Schacht Wilm hinwies, gab es zahlreiche neugierige Gäste des Ballon-Spektakels. Dort überlegten die freiwilligen Mitarbeiter zwar schon am ersten Tag, ob der Wind zu stark sei, doch erst einmal blieb der Winkel, unter dem sich die Ballon-„Leine“ spannte, im zulässigen Rahmen. Und ohnehin gab es für jeden Standort – hier auch vom Frühaufsteher auf Bildern dokumentiert –, sei es in Burgaltendorf, Heisingen, Überruhr oder Kupferdreh, wohin zum Bergleutetreffen „Ehemalige“ aus Wilhelmshaven und sogar einer aus Spanien anreiste, eine SMS-Hotline, die sofort jede Sturmwarnung weiterleitete. Die jeweils in 180-minütigen Einweisungen instruierten Ballonhelfer auf der Ruhrhalbinsel, die teilweise ihren freiwilligen Dienst bis zu zwölf Stunden täglich verrichteten, hatten alles so weit im Griff, dass eine ganz wichtige Vorschrift nicht in die Tat umgesetzt werden musste: Die Deutsche Flugsicherung zu informieren, falls der Ballon abreisst.
greis/eak/rb


zurück zur Übersicht
Stolzer Blick in den Himmel ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten
04.09.2010

Webkatalog

Familiennamen + Wappen
Stolzer Blick in den Himmel ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten Stolzer Blick in den Himmel ++ Ruhrhalbinsel ++ Nachrichten